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am 10.08.2022 um 16:56

durch Sanjo Babić

Der russische Präsident Wladimir Putin empfängt am 5. August 2022 in Sotschi seinen türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan. Bild: WJATSCHESLAW PROKOFJEW / Sputnik

Der russische Präsident Wladimir Putin empfängt am 5. August 2022 in Sotschi seinen türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan. Bild: WJATSCHESLAW PROKOFJEW / Sputnik

Die Türkei leidet unter einer starken Inflation. In diesem Zusammenhang will sie einen Teil der Energielieferungen aus Russland künftig in Rubel zahlen, um eine weitere Welle von Preiserhöhungen im Land zu verhindern. Dies berichtet das Magazin „RT DE“.

Weiter berichtet RT DE: „Präsident Erdoğan war Anfang August in Sotschi mit dem russischen
Präsidenten Putin zusammengetroffen. Dabei hatten beide einen Ausbau der
wirtschaftlichen Zusammenarbeit vereinbart, unter anderem im
Energiebereich. Das Treffen hatte für Aufsehen gesorgt, vor allem, als
die Regierung in Ankara bestätigte, dass die Türkei einen Teil der
Lieferungen von russischem Erdgas künftig in Rubel bezahlen und das
russische Zahlungssystem „Mir“ stärker nutzen will. Die Nutzung von
„Mir“ wird, laut türkische Angaben, auch russischen Touristen den
Aufenthalt in der Türkei erleichtern.

Die türkische Wirtschaft steht kurz vor dem Zusammenbruch, die
Inflation lag zuletzt offiziell bei fast 80 Prozent. Experten schätzen,
dass der wahre Wert sogar doppelt so hoch ist. Nun
berichtet Finanznachrichtendienst Bloomberg,
die Zahlung eines Teils des importierten Gases aus Russland in Rubel
bedeute eine Erleichterung für die türkischen politischen
Entscheidungsträger, um die Lira stabil zu halten und eine weitere Welle
von Preiserhöhungen vor den Wahlen im nächsten Jahr abzuwenden. Der
türkische Staatschef möchte die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland
in einer Zeit vertiefen, in der westliche Unternehmen gezwungen seien,
das Land zu verlassen, ohne einen offenen Bruch mit den traditionellen
NATO-Verbündeten zu provozieren, kommentiert Bloomberg weiter. 

Das
Treffen zwischen dem türkischen Staatschef und Putin fand drei Wochen
nach ihrem Treffen im Iran statt. Die Vertiefung der Beziehungen
zwischen den beiden Ländern beunruhigt westliche Staaten. Hinter den
Kulissen würden auch Strafmaßnahmen gegen die Türkei diskutiert,
berichtete bereits die Financial Times. Bislang habe es aber keine offiziellen Gespräche über derartige Maßnahmen für die Türkei gegeben.“



Quelle: RT DE



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