Air-Force-Pilotenkinder dürfen in Ramstein vorerst keine Drag-Queen-Auftritte „erleben“ (Symbolbild:Imago)

Dass die aus den USA stammende und hierzulande eilfertig übernommene, woke Transgender-Neurose in seinem Ursprungsland nicht einmal mehr vor den honorigen staatlichen Institutionen halt macht, die durch ihre Traditionsverhaftung gegen derartige zeitgeistige Verirrungen imprägniert schienen, zeigt eine abenteuerliche Episode aus dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz: Im Rahmen des homosexuellen „Pride Month” hätte die professionelle US-„Drag Queen” Stacey Teed am Donnerstag dieser Woche in der dortigen Bibliothek eine Lesung für die Kinder von Streitkräfteangehörigen
abhalten sollen. Die Gäste aller Altersstufen – auch die Kleinen – wurden hierzu aufgefordert, ihre knalligsten Outfits zu tragen.

Die Ehefrau eines in Ramstein stationierten Soldaten und Mutter eines Kleinkindes äußerte sich schockiert über das Vorhaben und ging an die Öffentlichkeit, andere folgten ihr. Die Mutter erklärte in den sozialen Netzwerken: „Ich finde es völlig unangemessen, dass ausgerechnet das Militär öffentliche Gelder öffentliche Gelder benutzt, um unsere Kinder zu sexualisieren.” Wie dann bekannt wurde, hatte es eine ähnliche Veranstaltung bereits im Vorjahr gegeben, die aufgrund der damals noch geltenden Corona-Bestimmungen jedoch in kleinerem Rahmen stattfand (und wohl deshalb nicht solch hohe Wellen geschlagen hatte).

Frühkindliche Sexualisierung

Insbesondere in den den demokratisch regierten Bundesstaaten der USA ist es geradezu üblich geworden, dass „Drag Queens” (oder „Drag Kings”) an Schulen, Bibliotheken und in anderen öffentlichen Räumen auftreten und Kindern Vorträge über Gender-Pronomen und ähnliche ideologische Auswüchse halten; dies oft ohne Wissen und zum Missfallen der überraschten Eltern. Es handelt sich dabei um genau die Sorte frühkindlicher Indoktrination, die von linksgrünen Gesellschaftstransformatoren und ihren öffentlich-rechtlichen medialen Spießgesellen auch in Deutschland – und anderen EU-Staaten derselben kulturellen Degenerationsstufe – mit staatlicher Förderung vorangetrieben wird. Ungarn hingegen verhindert ein in Berlin und Brüssel prompt als „homophob“ und „transphobdiskreditiertes Gesetz solche Auswüchse erfolgreich.

Doch zurück zur Airbase Ramstein: Dort wird die geplante Lesestunde nun doch nicht stattfinden. Der einflussreiche republikanische Senator Marco Rubio hatte in einem wütenden Brief an den zivilen Air-Force-Chef Frank Kendall gefordert, diese „politisch spalterische Veranstaltung” unverzüglich zu streichen und „angemessene Disziplinarmaßnahmen” gegen alle einzuleiten, die an diesem „Missbrauch von amerikanischen Steuergeldern beteiligt waren, um Kinder einer sexualisierten Umgebung auszusetzen”. Das Letzte, so Rubio weiter, was Eltern noch gebrauchen könnten, die ihrem Land militärisch im Ausland dienten – und insbesondere in einem „Gebiet mit erhöhten geopolitischen Spannungen” (so nimmt man in Washington Deutschland inzwischen wieder wahr) – seien Sorgen darüber, ob ihre Kinder „sexualisierten Inhalten ausgesetzt würden, nur weil sie ihre Bibliothek besuchen”.

Woke Ideologie unter Biden streitkräfteweit im Aufwind

Die von Rubio erwirkte Absage der fragwürdigen Veranstaltung stieß bei den Organisatoren Ramstein selbst auf Kritik: Eine Airbase-Bibliothekarin äußerte etwa ihre Enttäuschung darüber, dass man nun „wegen einer Minderheit von Leuten, die nichts mit unserer Community zu tun haben”, gezwungen sei, „alle Drag-Veranstaltungen in Ramstein zu streichen.” Die Frau muss sich unter dem Oberkommando „Sleepy Joe“ Bidens und seiner ihn lenkenden linksextremen Betreuer allerdings nicht sorgen, dass die woke Indoktrinierung in den Streitkräften ein Ende fände: Erst kürzlich hatte die US-Luftwaffe ein Memo verschickt, in welchem sie die Schaffung von „geschützten Räumen” („safe spaces”) zur Verwirklichung und Auslebung sämtlicher „Lebensperspektiven” ihrer Soldaten schaffen wolle. Es klang fast so, als hätte die deutsche Verteidigungsminister Christine Lambrecht neue Visionen für die „Queer BW“ verkündet.

Und auch andere Teilstreitkräfte der U.S. Armed Forces schwenken in den neuen Trend mit ein: Im März wurde bekannt, dass die U.S. Army von ihren Angehörigen fortan Teilnahme an Schulungen über Gender-Identitäten und deren sprachliche Pronomen abverlangt. Und selbst das Weiße Haus geht mit „gutem“ Beispiel voran: Im Februar hatte die Biden-Regierung die – sich selbst als „genderfluid“ definierende – „Drag-Queen” Sam Brinton als stellvertretenden Staatssekretär für die Entsorgung abgebrannter Brennelemente und Abfälle im Amt für Kernenergie ernannt. In Ramstein kündigte die Zivilverwaltung übrigens trotzig an, auch weiterhin „LGBTQ+“-Veranstaltungen zu fördern, die man bereits für den Juni plane – wenn auch Drag-Auftritte nicht mehr dazugehören sollen. Ein grundsätzliches Umdenken ist hier also nicht zu erwarten. Die Biden-Regierung wird die Gender-Ideologie weiterhin auf allen Ebenen vorantreiben.



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