„Bedenkliche“ Islamkritik: Winfried Kretschmann (Foto:Imago)

Islamkritik ist sehr gefährlich. Sowieso am – von allen guten westlichen Geistern wieder verlassenen – Hindukusch, im Gaza-Streifen, in Teheran, in Pakistan und in diversen weiteren orientalischen Theokratien, in denen es gesünder ist (sollte es einen je dorthin verschlagen), besser kein missverständliches Wort über den mohammedanischen Glauben zu verlieren und sich stattdessen lieber unter Aufsicht mehrmals täglich gen Mekka auf die Knie zu werfen. Doch auch hierzulande, im Phantasialand der Schimäre eines angeblich westlich-weltoffenen Reformislam, ist es dank einflußreicher politischer Kreise inzwischen zum Tabu stilisiert worden, offene und deutliche, aber auch nur verdruckste Kritik am Herrschaftsanspruch des Islam zu üben. Selbst wer nur Details wie seine autoritären weltlichen Regelungsansprüche, frauenverachtende Positionen oder Gewaltrechtfertigung im Koran verbalisiert, begibt sich auf dünnes Eis. Dafür haben weniger als die Muslime und Islamisten selbst vor alle die multikulturellen Islamversteher gesorgt, die jegliche Äußerungen in dieser Richtung mit dem Vorschlaghammer „Islamophobie“ parierten. Wem die selbst ernannten linken Minderheiten-Anwälte damit so alles Tür und Tor geöffnet haben, ist ihnen selbst gar nicht klar. Denn Ideologie macht leider blind, taub und dumm.

Wahrheit ist in Deutschland längst Sache der Obrigkeit und die entscheidet – wie in den beiden finsteren deutschen Ditkaturen (NS + DDR) schon zuvor eifrig geprobt -, wer was wann warum und überhaupt sagen darf. Insbesondere das ausgerechnet von einem Sozialdemokraten durchgepeitschte Netzwerkdurchsetzungsgesetz aus der Feder von Heiko Maas zielte vor allem auf jegliche Islamkritik ab, die sich zum Ärger naiver und verdummter Toleranzapostel in den Foren des Internets breitgemacht hatte. Eine noch so nahe an der unbestreitbaren Realität gehaltene Islam-Karikatur auf Facebook – und zack!, setzt es vier Wochen Sperre (oder gar, bei anhaltender Renitenz, eine vollständige Löschung des Nutzerkontos). Demokratie à la Iran, Nordkorea oder sonstigen Politkloaken dieser Welt, mit potthässlichen Arschlöchern an der noch potthässlicheren Macht.

Knorzigen Altgrünen entgleitet die Contenance

Baden-Württembergs grüner Ministerpräsident Winfried Kretschman gehört zweifelsohne zu den dezidiert linksorientierten politischen Kräften dieses Landes (worüber seine Jugend und politische Sozialisation in mao-terroristischen K-Gruppen noch heute einiges aussagen, ungeachtet der in diesen Kreisen oftmals rein taktisch praktizierten Distanzeritis). Ausgerechnet besagter MP Kretschmann jedoch hatte unlängst einen für seine Gesinnung geradezu luziden und klaren Moment – entweder hatte ihn die plötzliche Einsicht ereilt, oder es hatte ihn wohl irgendwie kurzzeitig die Realität ins Bein gebissen, woraufhin es politisch „Aua” machte. Jedenfalls hatte er es gewagt, ein regelrechtes Sakrileg zu riskieren: Sachlich richtig stellte er fest, daß der Islam in Deutschland „nicht wirklich integriert” sei, und dass er sich überhaupt nun mal so langsam an „manchen Stellen” reformieren müsse. Es kommt selten, aber doch immer wieder mal vor, dass dem knorzigen Alt-Grünen im Ländle mal die politisch korrekte Contenance entgleitet – und so war es auch hier.

Kretschmann hatte einen echten Lauf, kam in Rage und ließ es regelrecht krachen. Was der da zum Islam losließ, war nicht nur für einen Grünen bemerkenswert. Es konterkariert auch die bisherige Staatsdoktrin „Der Islam gehört zu Deutschland“, die ganz bewusst nicht zwischen einem revisionsfähigen selbstkritischen Reformislam und den mehrheitsbestimmenden fundamentalistischen Ausformungen des „politischen Islam“ unterscheidet. Somit also verwies hier nun ausgerechnet ein mächtiger Grüner und „Landesvater“ auf eine wohlweisliche Trennung von Staat und Kirche, ohne die eine echte tolerante Glaubens- und Religionsfreiheit gar nicht existieren könne. Der über Kretschmanns delikate Ausführungen berichtende „Südwestdeutsche Rundfunk” (SWR) verwies dann noch irritiert darauf, daß Kretschmann schon einmal, nämlich in der Novemberausgabe des Religions-Magazins „Herder-Korrespondenz”, die Aussage getätigt hatte, dass „die heutige Vielfalt der Glaubenslandschaft in Deutschland eine große Herausforderung für die künftige Koalition im Bund” darstelle. Welch ein Sakrileg!

Zunächst verschwiegene Mini-Debatten

Nun erfahren wir jedoch auch noch, wie lange Kretschmanns hellsichtige Erkenntnisse zum Islam und zur „herausfordernden” Glaubenslandschaft her sind: Beides waren Mini-Debatten, die sich bereits im letzten Herbst abspielten (und zudem fernab der breiteren Öffentlichkeit). Das bedeutet: ein halbes Jahr war eine derartige, durchaus ja brisante Aussage eines grünen Landesvaters, die aus dem Mund etwa von AfD-Politikern sogleich als Beweis für deren Islamfeindlichkeit gewertet worden wäre, verschwiegen worden. Der Fall zeigt, wie sehr heutzutage (nicht mehr nur) die Öffentlich-Rechtlichen und sonstige Massenmedien zu einer Art Wächterrat geworden sind: Sie kümmern sich auch um abweichende, toxische Aussagen des eigenen Lagers und bringen sogar bedarfsweise den eigenen Ministerpräsidenten wieder schnell auf Kurs, wenn der die unter Merkel zum heimlichen Gesetz erhobene ökolinke islamophile Linientreue verlässt – auch dies durch systematisches Totschweigen nicht genehmer Inhalte und Ansichten exekutiert wird.

Allenfalls in regionalen Medien war hier also kurzzeitig ein Feuer der engagierten demokratischen Meinungsfreiheit aufgeflackert, welches sofort wieder – auch öffentlich – von den islamischen Gesinnungspolizisten und ihren politisch-religösen Gesinnungskumpanen wütend ausgetreten wurde. Kretschmann hörte anscheinend die Signale – und schwieg sogleich wieder; das Thema kam seither nicht wieder aufs Tapet – bis jetzt. Und das, obwohl seither die Fälle von islamischer Integrations-Unfähigkeit seither drastisch zunahmen, angefangen von Messerattacken über Ehrenmorde bis hin zu antisemitischen Übergriffen in Berlin. Kretschmann hatte mit seiner Kritik der Tat recht tiefschürfend angesetzt und – als bekennender Katholik – sehr eindeutig an die Epoche der Aufklärung verwiesen, welche nunmal lange Zeit für Deutschland geradezu konstitutiv gewirkt hatte – bis DDR-Kanzlette Merkel mit ihrer zersetzenden Anti-Identitätspolitik den Laden trampelnd übernahm.

Taktisch operierende Koranschwestern und Surensöhne

Doch auch als der SWR jetzt, mit Verzögerung, über Kretschmanns heikle Gedanken berichtete, tobte sofort die Empörungslawine des eigenen Lagers los. Dabei war das, was er sagte (beziehungsweise wie ihn diverse Medien im Ländle zitierten und interpretierten) absolut nicht zu beanstanden: Unsere Gesellschaft sei eine „Ordnung der politischen Angelegenheiten“ und daher sei hier alles „Menschenwerk und nicht von Gott gemacht“. Atheismus, ick hör‘ dir trapsen! Man hätte natürlich auch klartextmäßig folgendes sagen können (und Kretschmann dürfte es klammheimlich und im tiefsten Inneren in etwa wohl auch so gemeint haben): „Liebe Herrscher des Islam, liebe Burkas und Burkinis, hierzulande gilt das Erbe christlicher Reformation, die Traditionen von Aufklärung und Humanismus, die Charta der Menschenrechte und ein Grundgesetz, welches auf den Ruinen einer bestialischen Diktatur errichtet wurde, in welcher Juden und andere Minderheiten, wie auch Homosexuelle, grausam unterdrückt, gefoltert und ermordet wurden. Vieles in euren muslimischen Herkunftsländern erinnert fatal an diesen Hass und auch an dieselben zu Feinden erklärten Zielgruppen, welche ihr nur allzu oft ähnlich barbarisch und unkultiviert verfolgt und unterdrückt. Euer Umgang mit Frauen- und Menschenrechten ist vielfach völlig inakzeptabel und verstößt gegen unsere Gesetze und vor allem eben auch gegen unser grundlegendes Grundgesetz, dessen Präambel wir euch zum Auswendiglernen empfehlen: Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Was der Ministerpräsident so deutlich natürlich nicht artikulierte, wurde von den üblichen Relativierern und Polemikern, den bei ihrer Unterwanderung taktisch operierenden Surensöhnen und Koranschwestern, allerdings genau so verstanden. Das bedeutet: Alarm! Dabei sind deren übliche Beißreflexe gegen jede Basalkritik, ihre Litanei gegen die Skeptiker eines friedfertig-„integrativen“ Islam eigentlich kaum der Rede wert – denn sie ist ein Monolog, den man hierzulande entwickelt hat, um alle Kritiker mundtot zu machen und ihnen durch die typischen Verdachtsattribute „gegen Rechts“ Kontra zu geben. In diesem Zusammenhang kam auch eilends ein politischer Einpeitscher der kulturellen Art namens Muhsim Omurca aufs Parkett, der den dummen Deutschen gleich mal wieder Toleranzunterricht andiente: Natürlich hat Nichts mit Nichts zu tun, Terroristen sind bekanntlich „Randfiguren“, und blah und blubb und quark. Dieser Sermon ist ohnehin wiederholt und immerdar zu hören und zu lesen (auch wenn Omurca raffinierter argumentierte).

Kabarettisten als Kryptoislamisten

Besagter Muhsim Omurca gründete übrigens 1986 das erste deutschsprachige türkische Kabarett in Ulm. Wir hätten immer schon auf etliche seiner Weisheiten wohl gut verzichten können, denn auch dieser Zugereiste wuchs erkennbar im Klima des ökolinks geschürten deutschen Selbsthasses mit dem Vokabular der linken Hassprediger auf, welches ihn unter anderem zur Erfindung des Begriffs „biodeutsch“ inspirierte. Hohn und Spott für das deutsche Zugereistenland! Mit den linken politischen Leitplanken ist gut Hassen in Buntblödland, das gibt Applaus und gilt als politisch korrekt. Dieser Osmanischzugereisthalbdeutsche mit seiner vorlauten Artikulation hätte hingegen den Begriff „Biotürke“ niemals, schon gar nicht unter Spaßbremse Erdogan, sinnähnlich in seinem Türk-Herkunftsland gesagt – solch ein Spruch gegen Stolz und Ehre der Türken bedeuten dort erstmal Krankenhaus und danach gleich Friedhof. Aber in Deutschland, lassen sich die Einwohner bekanntlich von jenen beschimpfen und bespucken, denen sie Hartz-4, Jobs, kostenfreie Krankenversicherung und Renten (selbst für die Verwandten in Anatolien) und weitere Vorteile bescheren. Armes Deutschland.

Wer integriert wen?

Omurca blies jedenfalls kräftig ins Horn der angeblich gewünschten Verständigung, übte auch ein wenig Selbstkritik an den „Sprachfähigkeiten“ unter den Türken, die allzu oft, auch in vierter oder fünfter Generation, kaum ein Wort Deutsch unfallfrei ausssprechen können. Doch das Fazit ist immer dasselbe: „Wir” brauchen mehr Verständnis, der Islam ist doch nicht wie jede andere Religion, überhaupt ist Kritik nicht hilfreich. Und wenn sie nicht verstummt, dann werden wir böse! Auch irgendwelche Journalistinnen mit orientalisch klingenden Namen, die sich kategorisch jeder Aufforderung zur „Integration“ verweigern (denn das allein sei schon beleidigend, da sie hier geboren seien und dann passt eben der Islam überall hin und der Rest geht uns, die Biodoofdeutschen, gefälligst nichts an!) – auch diese mutmaßlichen Grün*Innen geben einen klaren Hinweis: Kritik am Islam ist unerwünscht – deshalb Schnauze halten, Biodeutsche!

Noch etwas zweideutlicher wurde der Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi aus Freiburg,der sibyllinisch verschwurbelte Drohungen ineinander schraubte. Laut Ourghi könnten Kretschmanns Aussagen „sehr gefährlich” sein, und außerdem gäbe es ja auch Gründe für die schlechte oder nicht erfolgte Integration (die offenbar in den Kreisen vieler Muslime nicht die geringste Bedeutung zu haben scheint). Jedenfalls verstieg sich Ourghi gegenüber dem SWR zu einer Aussage, welche unfreiwillig klarmachte, wie der nicht nur politische Islam seine Rolle inzwischen überall sieht und sich hierzulande selbst wahrnimmt: Offenbar ohne jeden Respekt und jegliche Anerkennung des betretenen Areals, welches man als künftige Usurpatoren in Besitz nimmt – also ganz so, wie der Islam über Jahrhunderte als brutales Kriegervolk wütete, sich viele Länder dieser Welt eroberte und ganze Bevölkerungen brachial versklavte. Der SWR konterte Ourghis Aussagen zum „Tabubrecher” Kretschmann wie folgt: „Aber wie kann sich eine ganze Religion integrieren…?!“ Gehen Sie einmal in sich, lieber Leser, überlegen Sie im aktuellen, konkreten und historischen Kontext bitte einmal, wie dieser Satz gemeint ist – oder auch nur gemeint sein könnte. „Eine ganze Religion”! Die kann man nicht irgendwo hineinintegrieren; die integriert andere in sich! Integration ist auch gar nicht der Anspruch des Islam – sondern ihm haben sich andere zu unterwerfen. Und so heißt diese Religion mit Totalitätsanspruch denn auch: Denn Islam bedeutet nun einmal wörtlich „Unterwerfung“. Kapiert das endlich, ihr ungläubigen Hunde!



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