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am 25.05.2022 um 06:08

durch Sanjo Babić

Der folgende Standpunkt wurde von Jochen Mitschka geschrieben: „Berichte über das Leben in Namibia werden nun nur noch 14-tätig erfolgen. Aber ganz ohne Einfluss des Standortes ist auch der heutige Beitrag nicht. Wenn man seinen Wohnort verändert, ergibt sich oft auch eine veränderte Sicht auf die Welt. Nicht nur weil der Winter zum Sommer und umgekehrt wird. Oder weil man eine Jacke anzieht, wenn man in ein Büro geht, und auszieht, wenn man das Haus verlässt, statt umgekehrt wie in Deutschland. Und aus afrikanischer Perspektive ergeben sich Fragen und Sichtweisen, auf die man in Deutschland eher nicht kommen mag. Ein Beispiel dafür ist dieser PodCast. Während man von Deutschland aus Afrika als Armenhaus der Welt wahrnimmt, sehe ich es von hier aus als zukünftige Großmacht, vergleichbar mit der Situation in Asien vor 40 Jahren.“

Mitschka weiter: „Aber natürlich ist genau das nicht im Interesse der westlichen Kolonialstaaten. Sie haben meist alles getan, um Afrika in Abhängigkeit und Unselbständigkeit zu halten. Allen voran Frankreich, das immer noch Steuern in ehemaligen Kolonien eintreibt, die Finanzen in Paris kontrolliert, billigst Rohstoffe aus Afrika extrahiert (ohne das billige Uran wäre die Industrialisierung Frankreichs in der gesehenen Form nicht möglich gewesen), über die Währung und mit seinem Militär, aber auch ganz einfach mit dem „Ausschalten“ unangenehmen Politikern, umfassenden Einfluss auf die Politik nimmt.

Es geht darum, die Länder offen für westliche Überproduktion zu halten, keine eigenen Veredlungsindustrien zuzulassen, die in Konkurrenz zu eigenen Industrien geraten könnten, und es geht darum billig Rohstoffe direkt selbst schürfen zu können. Und sie nicht von staatlichen Unternehmen zu Marktpreisen kaufen zu müssen. Das geschieht bisher ganz gut mit einem Teil der Elite der Länder, die bewusst korrupt „gezüchtet“ wurde, um den westlichen Interessen zu dienen. ….[weiterlesen]



Quelle: apolut von Jochen Mitschka



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