Laut dem Finanzökonomen und Strategen der Credit Suisse, Zoltan Pozsar, hat der US-Dollar einen kritischen Wendepunkt erreicht. Pozsar zufolge könnte die Hegemonie des US-Dollars fallen, sollte Russland der Zugang zu seinen Devisenreserven abgeschnitten werden.

Wenn Russland der Zugang zu seinen Devisenreserven abgeschnitten wird, könnte dies die Hegemonie des US-Dollars beenden, meint Zoltan Pozsar, Finanzökonom und Stratege für kurzfristige Zinssätze bei der Credit Suisse.

In dem Podcast Odd Lots auf Bloomberg sagte Pozsar:

„Stellen Sie sich vor, dass viele Exporteure von Rohstoffen und Gütern beschließen, ihre Waren in einer anderen Währung zu fakturieren.“

Und er ergänzte:

„Denn all diese Dollars, die Sie verdienen, und all das Geld, das Sie im Westen aufbewahren, sind in Gefahr.“

Laut dem Experten könnten Länder, die sich der von China geführten Belt and Road Initiative (BRI) angeschlossen haben, zudem die Waren in Yuan fakturieren:

„Man kann neue Finanzzentren sehen, indem man einen Teil des Handels in einer anderen dominanten Währung fakturiert, und dafür gibt es jetzt alle möglichen Gründe.“

Ökonom: Missbrauch des Dollars als Waffe schwächt dessen globale Dominanz

Der Analyst geht davon aus, dass die Märkte, die derzeit vom Euro und vom US-Dollar dominiert werden, die Auswirkungen dieser Entwicklung im Laufe der Zeit deutlich spüren werden.
Als Reaktion auf die russische Militäroperation in der Ukraine haben die USA, Japan und die EU der russischen Zentralbank untersagt, einen erheblichen Teil ihrer im Ausland gehaltenen Devisenreserven anzuzapfen.

Durch diesen beispiellosen Schritt ist Russland jedoch nicht komplett von seinen Devisenreserven abgeschnitten. Das Embargo erlaubt es Russland nach wie vor, sie für Zahlungen im Energiebereich zu verwenden, und das Land kann weiterhin auf seine im Inland und in China gehaltenen Reserven zugreifen.

Diese Maßnahme und andere wirtschaftliche Sanktionen haben jedoch den russischen Rubel diese Woche abstürzen lassen, da die Zentralbank nicht in der Lage war, die Währung zu stützen. Zudem gerieten die Finanzmärkte des Landes in Turbulenzen.

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