Das baltische Land Litauen hat beschlossen, keine Flüssiggas-Lieferungen aus Russland mehr anzunehmen. Außerdem einigte sich das Land mit seinen Nachbarn darauf, keine kommerziellen Stromlieferungen aus Russland mehr zu beziehen.

Litauen hat die Einfuhr von russischem Flüssigerdgas (LNG) im Hafen von Klaipeda am Donnerstag gestoppt. Das teilte der Energieminister des Landes Dainius Kreivys mit.

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Zuvor wurden kleine LNG-Ladungen regelmäßig aus dem russischen Hafen Wyssozk, wo das russische Privatunternehmen Nowatek seine Produktionsanlagen hat, in das baltische Land geliefert.

Darüber hinaus haben sich Litauen und seine Nachbarn Lettland und Estland darauf geeinigt, die kommerziellen Stromlieferungen aus Russland ab Donnerstag einzustellen, so Kreivys. Er fügte hinzu:

„Der kommerzielle Verkehr aus Russland wird auf ein technisches Minimum reduziert. Dies ist die Entscheidung aller drei baltischen Staaten, die gestern getroffen wurde. Wir stellen den Betrieb des Systems mit lokaler Erzeugung sicher, die über die Verbundnetze mit Schweden, Polen und Lettland importiert wird.“

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Russland hatte in der vergangenen Woche eine groß angelegte Militäroffensive in der Ukraine gestartet und die Notwendigkeit einer „Entnazifizierung“ und „Entmilitarisierung“ des Landes verkündet. Moskau hatte behauptet, der Angriff auf sein Nachbarland sei die einzige Möglichkeit, Kiew daran zu hindern, einen umfassenden Angriff auf die Volksrepubliken Donezk und Lugansk zu starten. Die Ukraine wies diese Anschuldigungen zurück und verkündete, die russische Invasion sei nicht provoziert worden.

Der Angriff wurde von der internationalen Gemeinschaft mit Empörung aufgenommen. Die USA, die Europäische Union und ihre Verbündeten auf der ganzen Welt verhängten als Vergeltungsmaßnahme beispiellose Wirtschaftssanktionen gegen Russland und dessen Vertreter. Am Dienstag verabschiedeten die Vereinten Nationen eine Resolution, in der sie die Offensive verurteilten und Russland zum sofortigen Rückzug seiner Streitkräfte aufforderten.

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