Gastgeber China nutzte die Olympischen Winterspiele in Peking, um Einigkeit mit dem russischen Nachbarn zu demonstrieren. Angesichts der scharfen Sanktionen gegen Russland aus dem Westen macht China nun den Weg für die Einfuhr von russischem Weizen aus allen Regionen Russlands frei.

Für Russland, den größten Weizenexporteur der Welt, stellt Chinas riesige Binnenwirtschaft ein potenzielles Bollwerk gegen die vom Westen verhängten und drohenden Sanktionen dar. 

Die chinesische Zollbehörde hat bekannt gegeben, dass das Land den Weg für die Einfuhr von Weizen aus allen Regionen Russlands freigemacht hat, statt wie bisher nur aus bestimmten ausgewiesenen Gebieten. Dieser Schritt ist Teil einer Reihe von Vereinbarungen, die Präsident Wladimir Putin während seines jüngsten Besuchs in Peking unterzeichnet hat. Während des Besuchs hatten China und Russland die Welt wissen lassen, dass ihre Partnerschaft „keine Grenzen“ habe. 

Der bilaterale Handel zwischen China und Russland überschritt im Jahr 2018 die 100-Milliarden-Dollar-Marke. Erklärtes Ziel ist eine Verdoppelung des Handelsvolumens bis 2024. Auch die Zusammenarbeit im Energiebereich soll vertieft werden. Hierzu wurde ein 400-Milliarden-Dollar-Abkommen über den Transport von Erdgas aus Russland sowie mehrere gemeinsamer Kernkraftwerksprojekte in China verabschiedet. Moskau ist darüber hinaus Pekings größter Waffenlieferant. Zwischen 2014 und 2018 kamen 70 Prozent der chinesischen Waffeneinfuhren aus Russland. 

Die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying, warnte vor einer weiteren Eskalation der Lage in der Ukraine. Dabei zitierte sie den ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger: 

„Wenn die Ukraine überleben und gedeihen will, darf sie nicht der Vorposten der einen Seite gegen die andere sein – sie sollte als Brücke zwischen ihnen fungieren.“

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