Im Essener Westviertel steht ein kompletter Wohnblock in Flammen. Das Feuer brach kurz nach Mitternacht aus und breitete sich schnell über mehrere Etagen aus. Dutzende Bewohner mussten evakuiert werden. Es gibt mehrere Verletzte. Mehr als 150 Feuerwehrleute sind im Einsatz.

Am frühen Montagmorgen gegen zwei Uhr ist in Essen ein großer Wohnkomplex in Brand geraten. Die Windböen von Sturm „Antonia“ fachten das Feuer zusätzlich an, sodass sich die Flammen schnell über mehrere Etagen ausbreiteten und das Gebäude binnen kürzester Zeit ausbrannte. Rund 150 Feuerwehrleute sind derzeit im Einsatz, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Ein Sprecher sagte der Nachrichtenagentur dpa

„Es wurden alle verfügbaren Berufsfeuerwehren alarmiert.“

Wie ein Polizeisprecher erklärte, handelt es sich bei dem Brandobjekt um einen L-förmigen Gebäudekomplex. 

Mehr als 100 Bewohner mussten evakuiert werden. Sie wurden in einem nahegelegenen Hörsaal der Universität untergebracht. Rund 50 Wohnungen seien betroffen.

Mindestens drei Menschen sind nach Angaben der Feuerwehr verletzt worden. Sie seien mit Rauchgasvergiftungen ins Krankenhaus gekommen, so ein Sprecher.

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter kursieren Videos, die zeigen, wie die Feuerwehrleute darum kämpfen, die Flammen unter Kontrolle zu bekommen: 

Einen Brand von vergleichbaren Ausmaßen habe die Essener Feuerwehr „definitiv“ noch nicht erlebt. Das sei eine völlig unbekannte Größenordnung, so der Feuerwehrsprecher weiter. Ein Ende der Löscharbeiten sei noch nicht abzusehen:

„Das ist sehr schwierig und teilweise gefährlich für die Einsatzkräfte momentan, da in jede Wohnung reinzugehen.“

Die Ursache für das Feuer ist noch unbekannt. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Die Gebäude seien aus bislang unerklärlichen Gründen nacheinander in Brand geraten. Das Westviertel grenzt unmittelbar westlich an den Essener Stadtkern an. Erst kürzlich gab es Medienberichte über eine Serie von Bränden in der Stadt. Dreimal hat es innerhalb einer Woche im Eltingviertel nördlich des Stadtkerns gebrannt.

Wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte, kommt es aufgrund der Löscharbeiten zu Behinderungen im Berufsverkehr. Die Segerothstraße und die Friedrich-Ebert-Straße seien voll gesperrt. Den Angaben zufolge wurde auch eine Warnung über eine Warnapp abgesetzt.

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(rt/dpa)





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