Das Orkantief „Zeynep“ hat bei seinem Zug durch Teile Europas mindestens neun Todesopfer gefordert. Großbritannien meldete drei Tote. In den Niederlanden kamen drei Menschen durch umstürzende Bäume ums Leben. In Deutschland wurde von zwei Todesopfern berichtet.

Mindestens neun Menschen sind am Freitag in Deutschland und anderen Ländern durch das Orkantief „Zeynep“ ums Leben gekommen. In der niedersächsischen Gemeinde Wurster Nordseeküste stürzte ein Mann während des Sturms von einem Dach und starb. Der 68-Jährige habe in der Nacht auf Samstag versucht, das beschädigte Dach eines Stalls zu reparieren, teilte die Polizei mit. Dabei sei er durch das Dach gebrochen und rund zehn Meter in die Tiefe gestürzt.

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Ein Autofahrer verunglückte nach Angaben der Polizei am Freitagabend bei Altenberge in Nordrhein-Westfalen, als er mit dem Auto gegen einen quer auf der Fahrbahn liegenden Baum prallte. Der eingeklemmte 56-Jährige starb noch am Unfallort.

In dem vorherigen Orkantief „Ylenia“ kamen mindestens drei Autofahrer in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt bei wetterbedingten Unfällen ums Leben: Zwei wurden von umstürzenden Bäumen erschlagen, ein Dritter starb, als sein Anhänger im Sturm auf die Gegenfahrbahn geriet und es dabei zu einem Unfall kam.

Das Sturmtief „Zeynep“ erwischte Hamburg und Schleswig-Holstein voll. Polizei und Feuerwehren meldeten bis Samstagmorgen zwar zahlreiche Einsätze, doch blieb es zunächst in der Regel bei Sachschäden und umgestürzten Bäumen.

In den Niederlanden kamen drei Menschen durch umstürzende Bäume ums Leben, darunter war auch ein Radfahrer. Großbritannien meldete ebenfalls drei Tote. In London wurde erstmals die höchste Warnstufe Rot ausgerufen. In Irland starb ein Mann infolge des Orkantiefs. Mindestens elf Menschen wurden in Frankreich verletzt. Im Norden des Landes waren am Abend rund 130.000 Haushalte ohne Strom.

Der Deutsche Wetterdienst hatte im Laufe des Abends in Kiel, Hamburg, auf Sylt und auf Helgoland Windstärken zwischen neun und elf gemessen, in Büsum wurde eine Orkanböe mit 143,3 Kilometer pro Stunde festgestellt. In Bremen musste wegen eines erwarteten Hochwassers ein Parzellengebiet in der Pauliner Marsch evakuiert worden, sagte eine Polizeisprecherin am Freitagabend.

„Das ist Jahre her, dass wir zu so einer Maßnahme greifen mussten.“

An der Küste im Bereich Aurich und Leer in Niedersachsen wurde es nach Angaben eines Sprechers der Polizei erst ab drei Uhr merkbar ruhiger. Ein Sprecher der Feuerwehr berichtete von insgesamt fast 500 Einsätze vor Ort.

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In Nordrhein-Westfalen ist die Rheinbrücke Emmerich bis auf Weiteres gesperrt. Grund dafür seien umgestürzte Gerüstteile, die in die Fahrbahn ragen, teilte die Polizei am frühen Samstagmorgen mit.

Fern- und Regionalverkehr wurden am Freitag in Norddeutschland und in Nordrhein-Westfalen nach und nach eingestellt. Der Schutz der Reisenden und der Beschäftigten habe Vorrang, hieß es. Fahrgäste können ihre für den Zeitraum von Donnerstag bis Sonntag gebuchten Fahrkarten bis zum 27. Februar flexibel nutzen oder kostenfrei stornieren, wenn sie Reisen wegen des Sturms verschieben.

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(dpa)





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