Die Gewinnerin der ukrainischen Nationalauswahl für den Eurovision Song Contest (ESC), Alina Pasch, hat ihre Kandidatur für den Musikwettbewerb zurückgezogen. Auf ihrer Instagram-Seite schrieb sie, dass sie aufgrund ihres Besuchs auf der Krim mit Hass und Drohungen konfrontiert worden sei.

Die ukrainische Sängerin Alina Pasch hat ihre Kandidatur für den Eurovision Song Contest (ESC) zurückgezogen. Sie gab ihre Entscheidung auf Instagram bekannt. Pasch schrieb:

„Ich möchte nicht weiter in diese schmutzige Geschichte verwickelt werden. Schweren Herzens ziehe ich meine Kandidatur als Vertreterin der Ukraine für den Eurovision Song Contest zurück. Das ist bedauerlich. Es tut mir sehr leid.“

Sie stellte fest, dass sie in den sozialen Medien Hass und Drohungen ausgesetzt war. Pasch erklärte:

„Was aus dieser Geschichte geworden ist, entspricht ganz und gar nicht dem, was ich mir für mein Lied vorgestellt hatte. Ich bin eine Künstlerin, keine Politikerin. Ich habe kein Heer von PR-Leuten, Managern und Anwälten, um all diesen Angriffen und Drohungen in den sozialen Medien entgegenzutreten. Und auch absolut inakzeptable Formulierungen, die sich die Menschen erlauben, ohne die Situation zu verstehen und die Würde eines jeden Bürgers der Ukraine zu vergessen.“

Die Sängerin hatte am vergangenen Samstag die nationale Auswahl der Ukraine für den Musikwettbewerb von Eurovision gewonnen. Wegen eines Besuchs auf der Krim war sie zuvor auf der ukrainischen Webseite Mirotworez aufgeführt worden. Im Netz entbrannte deswegen ein Shitstorm gegen sie. Das sogenannte „Friedensstifterzentrum“ forscht eigenen Angaben zufolge nach Anzeichen von Verbrechen gegen die nationale Sicherheit der Ukraine, gegen Frieden, Humanität und das Völkerrecht.

Der ukrainische Fernsehsender Suspilne bat den staatlichen Grenzschutzdienst um Informationen über den Grenzübertritt von Paschs Team auf die Krim. Es wurde berichtet, dass kein Vertrag über die Teilnahme an dem Wettbewerb mit ihr unterzeichnet würde, bevor die Daten nicht eingegangen seien.

Am Dienstag erklärte der Sprecher des ukrainischen Grenzschutzdienstes, Andrei Demtschenko, die Behörde habe Alina bei ihrem Besuch auf der Krim keine Bescheinigung über den legalen Grenzübertritt ausgestellt.

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