Auch am Montag gingen wieder zahlreiche Menschen – kaum beachtet von den Mainstream-Medien – gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße.

Der Osten geht voran

Auf dem innerstädtischen Hallmarkt in Halle (Saale) wurden laut Polizeiangaben 1.900 Teilnehmer gezählt. Vor allem die anstehende Impfpflicht im Pflegebereich trieb die Menschen dabei zum stillen Protest.

Auch in der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt Magdeburg demonstrierten der Süddeutschen Zeitung zufolge etwa 1.100 Menschen gegen die aktuellen Corona-Maßnahmen. In Wittenberg nahmen laut Angaben eines Polizeisprechers etwa 1.900 Menschen an einem Protest teil – etwa 500 mehr als in der Vorwoche. In Bitterfeld versammelten sich demnach 900 Demonstranten und in Dessau kamen 420 bei einer Kundgebung friedlich zusammen. 

Im sächsischen Bautzen wächst der Protest von Woche zu Woche: Je nach Quellen fanden sich am Montag in der ostsächsischen Stadt an der Spree 3.700 bis 4.500 Menschen zusammen. Nach Angaben der Zeit erstattete ein Versammlungsteilnehmer Anzeige wegen Körperverletzung. Demnach berichtete er den Beamten, dass ihn ein Autofahrer mit der Faust ins Gesicht geschlagen habe, weil er sich durch den Aufzug von freier Fahrt abgelenkt gefühlt habe.

In Bischofswerda, Kamenz und Löbau zogen jeweils etwa 1.000 Menschen durch die Innenstadt und die Vorstädte. In Zittau trafen sich nach Angaben der Sächsischen Zeitung etwa 1.100 Menschen auf dem Altmarkt. Dort gab es zum wiederholten Mal ein musikalisch untermaltes Programm, bei dem unter anderem der ehemalige sächsische Landtagsabgeordnete Peter Dierich (CDU) sowie der Bürgermeister von Großschönau Frank Peuker, der 2020 aus Protest gegen die Corona-Politik aus der SPD austrat, auf dem Podium die Zustände im Land kritisierten. 

In Chemnitz versammelten sich bis zu 2.000 Menschen bei einem unangemeldeten Protest, in Dresden war die Zahl ähnlich groß. In Freiberg waren es laut Polizeiangaben etwa 1.400 Demonstranten – Teilnehmer gehen jedoch von einer deutlich höheren Zahl aus. In Zwickau wurden den Angaben zufolge insgesamt etwa 1.000 Menschen bei mehreren Protesten gezählt, in Plauen waren es 500.

Die Thüringer Allgemeine berichtet von insgesamt 23.000 Teilnehmern im Freistaat – Schwerpunkte waren wiederholt Gera, Weimar, Hildburghausen und die Hauptstadt Erfurt.

Demonstrationen im Westen und Süden

Doch auch in den alten Bundesländern kam es zu zahlreichen kleineren und größeren Demonstrationen. So gingen in Köln Personen im niedrigen vierstelligen Bereich auf die Straße. Von 1.500 Teilnehmern, die durch die Innenstadt zogen, schreibt die Kölnische Rundschau, meint aber auch, dass es den „Anschein nach“ auch „deutlicher mehr“ gewesen sein könnten.

In Mannheim zogen sogar mehrere tausend Protestierende am Montag durch die Innenstadt. Die Stadt zählt seit Beginn der Proteste in den alten Bundesländern zu den Hochburgen der Maßnahmen- und Impfpflicht-Kritiker. 

In Bergisch Gladbach in Nordrhein-Westfalen gingen etwa 600 bis 800 Menschen auf die Straße – ein Gegenprotest soll aus drei Personen bestanden haben.

Die Proteste sind der neuen Regierung ein Dorn im Auge. Auch der alte und neue Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) ist kein Freund der Maßnahmen- und Impfpflicht-Kritiker. Er kommentierte das Geschehen und die angebliche Unterwanderung der Proteste durch Rechtsradikale Ende Januar aus Berlin mit den Worten:

„Der Spaziergang hat seine Unschuld verloren.“

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