Die Beziehungen zwischen den USA und Russland befinden sich „auf einem sehr niedrigen Punkt“, so der Kreml. Dennoch liege der Vorteil in der Zusammenarbeit mit der jetzigen US-Regierung in bestimmten Dialogkanälen. Vor einigen Jahren seien die Kontakte auf dem Nullpunkt gewesen.

Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten, sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, dass bestimmte Dialogkanäle ein Vorteil für die Zusammenarbeit mit der derzeitigen US-Regierung seien. Dies sei besser als nichts, da es noch vor ein paar Jahren gar keine Kontakte gegeben habe. Ansonsten konnte Peskow jedoch nichts Positives in den bilateralen Beziehungen hervorheben. „Wir sind an einem sehr, sehr niedrigen Punkt. Die Beziehungen sind tatsächlich am Boden“, bemängelte er am Montag.

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Dabei erwähnte der Kremlsprecher, dass Moskau an einer Zusammenarbeit mit allen Ländern interessiert sei, einschließlich der USA und Europas. Man könne aber niemanden zur Gegenseitigkeit zwingen, deshalb suche Russland nach Möglichkeiten, die Zusammenarbeit dort auszubauen, wo dies gewünscht sei, sagte Peskow. Dies sei „eine absolut normale Praxis, wenn der Mangel an Kommunikation auf einer Flanke durch Kommunikation auf einer anderen Flanke kompensiert wird“.

Im selben Interview sprach Peskow über die Beziehungen Russlands zum Westen und sagte, er würde es sehr begrüßen, wenn das Wort „Krieg“ aus dem alltäglichen Vokabular gestrichen würde. „Ich würde es mir sehr wünschen, wenn das passiert“, sagte er.

Am 12. Februar hatten der russische Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Joe Biden miteinander telefoniert. Das Gespräch dauerte über eine Stunde, dabei ging es vor allem um die angespannte Lage um die Ukraine. Der Dialog sei „ziemlich ausgewogen und sachlich“ gewesen, resümierte der außenpolitische Berater Putins Juri Uschakow. Am Vortag hatten auch der russische Außenminister Sergei Lawrow und US-Außenminister Anthony Blinken miteinander gesprochen. Lawrow warf den USA und ihren Verbündeten provokative Handlungen vor, die Kiew zu einer gewaltsamen Konfliktlösung in der Ostukraine drängten. Blinken warnte seinerseits vor einer „massiven und vereinten transatlantischen Reaktion“, falls Russland in die Ukraine einmarschieren sollte.

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