Anstatt per Mediengesetz dem Steuerzahler noch mehr Geld abzuknöpfen, sollten sich Journalisten lieber mal über ihr Kollektivversagen in der Pandemie Gedanken machen. Von Milosz Matuschek

Haben Sie es auch gelesen in den letzten zwei Jahren? Die ganzen kritischen, mehrseitigen Reportagen und Sonderberichte zum Thema Corona? Nein? Seltsam, ich nämlich auch nicht. Doch in Kürze soll der Schweizer Steuerzahler für diese Meisterleistung weitere knapp 180 Millionen Franken jährlich über die journalistische Zunft ausgiessen, wenn nicht die Bürger am 13. Februar das Mediengesetz mit einem «Nein» stoppen. Sorry, liebe Journalistenkollegen: Für was genau wollt ihr jetzt mehr Geld vom Staat? Man könnte die letzten zwei Jahre kurz und bündig mit Kurt Tucholsky zusammenfassen: «Erst denken sie nicht und dann drücken sies schlecht aus.»

Journalisten sind dilettantische Zauberlehrlinge

Journalisten sind (für die, die es nicht wissen): Zauberlehrlinge. Sie können nämlich Dinge herbeizaubern oder zum Verschwinden bringen. Leider nur geschehen ihnen beim Zaubern ständig Missgeschicke. Denn das, was sie wegzaubern wollen, taucht irgendwo anders wie ein



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