Am Montag stand das Thema europäische Sicherheit im Mittelpunkt der Gespräche zwischen Wladimir Putin und Emmanuel Macron in Moskau. Die beiden Staatschefs waren sich einig, dass die Suche nach einem Kompromiss in der Ukraine-Krise in ihrem beidseitigem Interesse liege.

Am Montag hat der russische Präsident Wladimir Putin seinen französischen Amtskollegen Emmanuel Macron zu Gesprächen im Kreml empfangen. Das Treffen war vorrangig der Lösungssuche vor dem Hintergrund wachsender Spannungen an der ukrainischen Ostgrenze gewidmet. In seiner Eröffnungsrede betonte Macron, dass die gesuchte Lösung für ganz Europa von Vorteil sein müsse und dass dabei nicht nur die Sicherheit der Ukraine selbst, sondern die des gesamten Kontinents auf dem Spiel stehe. Frankreichs Staatsoberhaupt führte aus:

„Ich glaube, dass das heutige Gespräch für mich der Beginn des Weges sein kann, den wir gehen sollten – des Weges der Deeskalation. Daher freue ich mich, dass ich diese Fragen eingehend erörtern kann und wir eine gegenseitig vorteilhafte Antwort für Russland und für ganz Europa finden können. Eine nützliche Antwort ist die Antwort, die hilft, einen Krieg zu vermeiden.“

Seinerseits merkte Putin an, dass die aktuelle Sicherheitslage in Europa ein Grund zur gemeinsamen Sorge für Moskau und Paris sei:

„Wir haben eine gemeinsame Sorge bezüglich dessen, was im Sicherheitsbereich in Europa passiert.“

Der russische Präsident verwies auf die symbolische Bedeutung seines Treffens mit Macron, das am Tag der Unterzeichnung des Vertrags über besondere Beziehungen zwischen Russland und Frankreich vor genau 30 Jahren stattfand. Über all die Jahre hinweg sei Frankreich sehr aktiv an der Lösung der grundlegenden Fragen der europäischen Sicherheit beteiligt gewesen, sagte Putin und bedankte sich bei seinem französischen Amtskollegen für den Beitrag dessen Landes. Der russische Staatschef wörtlich:

„Ich sehe, wie viele Bemühungen die amtierende französische Regierung und der französische Präsident persönlich an den Tag legen, um die Krise im Zusammenhang mit der Gewährleistung gleicher Sicherheit in Europa in ernsthafter historischer Perspektive zu lösen und die Aufgaben zu lösen, die eng mit dem ersten Teil – der Lösung der innerukrainischen Krise im Südosten des Landes – zusammenhängen“.

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Beim Gipfel am Montag trafen sich Putin und Macron zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder persönlich. Die mehrstündigen Gespräche verliefen in einer vertraulichen Weise, die beiden Staatsoberhäupter duzten einander. Dem Treffen waren mehrere Krisentelefonate zwischen Putin und Macron in den vergangenen Tagen vorausgegangen.

Am Dienstag wird Macron in der ukrainischen Hauptstadt Kiew erwartet, wo er Gespräche mit Präsident Wladimir Selenskij führen wird. Danach reist er nach Deutschland weiter, um nach dessen Rückkehr von einem Treffen mit Joe Biden mit Kanzler Olaf Scholz über das weitere Vorgehen in der Krise zu beraten.

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