Am Sonntag haben die USA erneut eine ernste Warnung an Russland ausgesprochen. Man bestand jedoch darauf, dass die nach Europa geschickten US-Streitkräfte „nicht zur Bekämpfung der russischen Streitkräfte in der Ukraine“ entsandt worden seien.

Während eines Auftritts in der ABC-Sendung The Week wiederholte der Nationale Sicherheitsberater des Weißen Hauses Jake Sullivan die Aussagen mehrerer Vertreter der US-Regierung und behauptete, eine russische Invasion in der Ukraine könne „bereits morgen“ stattfinden. Dies, obwohl Moskau derartige Behauptungen wiederholt zurückweist.

Sullivan betonte jedoch, dass die Entsendung von 1.700 US-Soldaten nach Polen, die Teil eines 3.000 Mann starken Aufgebots in Europa sind, nicht darauf abziele, die Spannungen in der Region zu verschärfen – was die Ukraine selbst dem Westen in den vergangenen Wochen vorgeworfen hat.

Ukrainischer Verteidigungsminister: Keine unmittelbare Bedrohung durch Russland

Die entsandten Truppen, so Sullivan, seien „nicht zum Kampf gegen russische Truppen in der Ukraine“ geschickt worden. Sie seien dazu da, die „NATO-Verbündeten zu verteidigen und eine klare Botschaft“ an Russland zu übermitteln, dass eine Aggression gegen diese Verbündeten eine „scharfe Antwort“ mit sich bringen werde.

Sullivan erklärte, es bestehe eine „sehr deutliche“ Möglichkeit, dass Russland in die Ukraine einmarschieren werde, vielleicht sogar „schon morgen“.

Kiew warnt vor rhetorischen Äußerungen über die Möglichkeit eines Konflikts in der Ostukraine, wo sich die Truppen des Landes seit dem Jahr 2014 in einer Pattsituation mit den beiden selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk befinden. Der ukrainische Präsidentenberater Michail Podoljak verkündete in einer Erklärung vom Sonntag, die „Chance auf eine diplomatische Lösung zur Deeskalation“ sei in der Region „wesentlich höher als eine weitere Eskalation“.

Als Reaktion auf die Befürchtungen einer Aggression Russlands gegen die Ukraine hat US-Präsident Joe Biden in dieser Woche Tausende von Soldaten nach Polen, Deutschland und Rumänien beordert. Vertreter der US-Regierung bestehen darauf, dass Russland nun schon 70 Prozent seiner Streitkräfte für einen Angriff bereithalte. Russland bestreitet die Behauptungen und beschuldigt die USA, die Spannungen durch die Entsendung von Truppen nach Osteuropa zu verschärfen. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte vergangene Woche:

„Es ist offensichtlich, dass dies keine Schritte sind, die auf eine Deeskalation der Spannungen abzielen, sondern im Gegenteil Aktionen, die zu einer Verschärfung der Spannungen führen.“

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