Welche Belege gibt es im Vereinigten Königreich für den Zusammenhang zwischen BMI (Fettleibigkeit), COVID-19-Ergebnissen und soziodemografischen Faktoren wie Rasse und ethnischer Zugehörigkeit? Stimmt es, dass Adipositas (Fettleibigkeit) den Risikofaktor für schwere COVID-19-Erkrankungen, einschließlich der Sterblichkeit, erhöht? Machen Fettleibigkeit und Rasse einen Unterschied? An einer kürzlich im Vereinigten Königreich durchgeführten Studie nahmen 65 932 stationäre Patienten teil, die mit SARS-CoV-2, dem Virus hinter COVID-19, aufgenommen wurden. Das Studienteam unter der Leitung von Thomas Yates vom Diabetes-Forschungszentrum der Universität Leicester, Leicester General Hospital, fand heraus, dass bei Berücksichtigung der Krankenhauskodierung für Fettleibigkeit das Risiko für Intensivpflege, mechanische Beatmung oder Sterblichkeit im Krankenhaus bei allen ethnischen Gruppen deutlich ansteigt. Die höchste Risikoerhöhung wurde jedoch bei schwarzen bariatrischen Patienten festgestellt.

Diese neuere Untersuchung basiert auf einer früheren Gemeinschaftsstudie, an der 6,9 Millionen Erwachsene aus Allgemeinarztpraxen in England teilnahmen, und ergab einen Zusammenhang zwischen BMI und COVID-19-Moral zu Beginn der Pandemie, insbesondere in der schwarzen Bevölkerung, wie kürzlich in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurde.

Die Art der Interaktion mit der ethnischen Zugehörigkeit wurde in diesen früheren Untersuchungen jedoch nicht quantifiziert – wie wirkt sie sich auf das Risiko sowohl innerhalb der ethnischen Zugehörigkeit als auch zwischen den ethnischen Zugehörigkeiten in einer Reihe von BMI-Szenarien aus? Eine frühere Studie, in der 5.623 Testergebnisse aus der Gemeinde und aus dem Krankenhaus untersucht wurden, ergab, dass das COVID-19-Risiko bei niedrigem BMI zwischen den ethnischen Gruppen (z. B. Weiße, Schwarze usw.) nicht sehr unterschiedlich war. Wenn der BMI jedoch anstieg, war das Risiko für die ethnischen Gruppen doppelt so hoch.

TrialSite fasst diese aktuelle Studie zusammen, die von Forschern aus akademischen medizinischen Zentren und der britischen Regierung, einschließlich des Office of National Statistics, durchgeführt wurde. Unter Verwendung von nationalen Volkszählungsdaten, elektronischen Gesundheitsakten und Sterblichkeitsdaten für Erwachsene in England von Januar 2020 bis Dezember 2020 untersuchte das Team den folgenden Datensatz:

  • Ethnizität #s/% COVID-Todesfälle
  • Weiß 30.067 (0,27%)
  • Schwarz 1.208 (0,29%)
  • Südasiatisch 1.831 (0,29%)
  • Sonstige 845 (0,18%)

Was haben die Studienergebnisse ergeben?

Das Team unter der Leitung von Forschern der Universität Leicester fand heraus: „dass der BMI in ethnischen Minderheitengruppen stärker mit der COVID-19-Mortalität assoziiert war, was zu einem ethnischen Risiko für die COVID-19-Mortalität führte, das vom BMI abhing“.

Doch wie hoch ist das geschätzte COVID-19-Mortalitätsrisiko nach BMI und ethnischer Zugehörigkeit? Die Studienautoren teilen mit: „Das geschätzte COVID-19-Mortalitätsrisiko bei einem BMI von 40 kg/m2 in weißen ethnischen Gruppen entsprach dem Risiko, das bei einem BMI von 30,1 kg/m2, 27,0 kg/m2 bzw. 32,2 kg/m2 in schwarzen, südasiatischen und anderen ethnischen Minderheitengruppen beobachtet wurde.“

Was ist die Schlussfolgerung?

Die COVID-19-Mortalität hängt vom BMI ab, und letzterer ist stärker mit der ethnischen Zugehörigkeit verbunden. Das Studienteam kommt zu dem Schluss, dass auf der Grundlage dieser umfassenden Analyse öffentlicher Daten die „bemerkenswerte Wechselwirkung zwischen ethnischer Zugehörigkeit und Fettleibigkeit beim Risiko von COVID-19-Mortalität und Krankenhausaufenthalten, Fettleibigkeit einen stärkeren Einfluss auf COVID-19-Risiken bei Minderheiten als bei Weißen hat.

Ein angemessenes Vorgehen im Bereich der öffentlichen Gesundheit wird zweifellos gezielte Maßnahmen zur Verringerung der Fettleibigkeit in der Bevölkerung beinhalten, wobei der Schwerpunkt auf Minderheitengemeinschaften liegen wird.

Forschungsleiter/Investigator

Thomas Yates, PhD, MSc, BSc, vom Diabetes Research Center der Universität Leicester, Leicester General Hospital

Aufruf zum Handeln: In Zukunft muss untersucht werden, wie diese Risikofaktoren mit dem Infektions- und Mortalitätsrisiko nach der COVID-19-Impfung zusammenhängen.



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