An der Sanierungspflicht führt kein Weg vorbei. Sie wiederum wird von besonderen Herausforderungen für die Handwerksbetriebe begleitet. Der gegenwärtige Fachkräftemangel beispielsweise dürfte die ohnehin kaum zu überschauende Lage weiter verschlechtern.

Sven Schöpker weiß indes, worauf nun zu achten ist. Der Experte rund um das Handwerk sieht insbesondere die voranschreitende Digitalisierung als Schlüssel zum Erfolg, um allen zu erwartenden Anforderungen gerecht zu werden. In folgendem Beitrag verrät der Experte 7 Tipps, wie sich Handwerksbetriebe jetzt aufstellen müssen.

1. Prozesse und Strukturen prüfen

Wer die anstehende Sanierungspflicht bewältigen möchte, muss für die zu erwartenden Herausforderungen gewappnet sein. Sind alle Strukturen und Prozesse im Betrieb darauf ausgerichtet? Wer trägt beim Bearbeiten der Aufträge welche Verantwortung? An welche Mitarbeiter sollten bestimmte Aufgaben delegiert werden? All das sind Fragen, die bereits jetzt beantwortet werden müssen.

2. Der digitale Kundenkontakt

Zudem ist es wichtig, trotz der anstehenden Aufgaben den Kontakt zu den Kunden nicht zu verlieren. Ihnen sollte ein Anfrageformular zur Verfügung gestellt werden, das eine möglichst genaue Darstellung des eigenen Anliegens ermöglicht. Gelingt das, kann der Betrieb darauf schnell und unkompliziert antworten – und sich somit für neue Aufträge positionieren.

3. Die moderne Verwaltung

Natürlich wird der zu erwartende Anstieg an Aufträgen auch die Umsätze in die Höhe treiben. Wer in diesem Spiel der Zahlen den Überblick behalten möchte, sollte sämtliche Prozesse in der Buchhaltung sowie der Verwaltung digitalisieren. Nur damit lässt sich das Chaos per Mausklick ordnen – und manch wertvolle Analyse erlangen.

4. Passende Mitarbeiter finden

Bewältigt werden können alle anstehenden Herausforderungen aber nur, wenn dafür die geeigneten Angestellten vorhanden sind. Diese werden im besten Fall über das Social Recruiting im Internet kontaktiert. Darüber hinaus gilt es, ihre Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen. Grund genug, sich einmal selbst zu hinterfragen: Ist der Betrieb als potenzieller Arbeitgeber eigentlich attraktiv genug für hoch qualifizierte Fachkräfte?

5. Mitarbeiter schnell integrieren

Neue Mitarbeiter bringen oft viele Fragen mit. Die Antworten darauf sollten einmal digital aufbereitet und als Q&A sowie mit Unterstützung von Bildern und Grafiken wiederholt zur Verfügung gestellt werden. Dieses sogenannte Onboarding erleichtert den Integrationsprozess neuer Angestellter und erlaubt es ihnen, ihre Kompetenzen schneller einzubringen.

6. Netzwerke aufbauen und pflegen

Die Digitalisierung gewährleistet zudem den Austausch mit anderen Betrieben, die sich regional oder überregional gleichfalls den Herausforderungen der Sanierungspflicht stellen müssen. Ein willkommener Anlass, um etwa Ressourcen optimal einzusetzen – und damit eine schnelle Erledigung aller Aufträge zu gewährleisten, die ganz im Sinne der Kunden sein dürfte.

7. Die Materiallager füllen

Benötigt wird darüber hinaus viel Material. Doch dieses kann verknappen oder teurer werden, wenn die Sanierungspflicht erst einmal angelaufen ist. Ratsam ist es daher, schon frühzeitig zu versuchen, die eigenen Lager zu füllen – und damit auch weiterhin alle Anfragen und Aufträge bearbeiten zu können.

Quelle: Raumfabrik Konzept- und Ideenschmiede GmbH (ots)



Source link