George Soros hat den chinesischen Präsidenten Xi Jinping als „die größte Bedrohung für die offenen Gesellschaften“ der Welt bezeichnet und seine Ablösung gefordert. Er verglich Olympia in Peking mit den Spielen 1936 in Nazideutschland.

In einer Rede anlässlich der Eröffnung des Forums „China am Vorabend der Olympischen Winterspiele: Schwere Entscheidungen für die Demokratien der Welt“ der Hoover Institution am Montag nannte US-Investor und Milliardär George Soros China den „mächtigsten autoritären Staat der Welt“ und „die größte Bedrohung, der offene Gesellschaften heute ausgesetzt sind“. Er räumte ferner ein, Peking werde „wie Deutschland im Jahr 1936“ versuchen, „das Schauspiel“ der bevorstehenden Olympischen Spiele zu nutzen, „um einen Propagandasieg für sein System der strengen Kontrollen zu erringen“.

Den chinesischen Staatschef Xi Jinping bezeichnete der gebürtige Ungar im Gegensatz zum früheren Staatsoberhaupt Deng Xiaoping als einen „wahren Gläubigen des Kommunismus“ und warnte, dass „Mao Zedong und Wladimir Lenin seine Vorbilder sind“. Der 91-Jährige schloss seine Rede mit der Forderung nach einem Regimewechsel in China – eine Forderung, die sich mit der aktuellen Linie vieler US-Konservativer deckt, die sich ebenfalls gegen Xis Führung aussprechen. Soros sagte:

„Es ist zu hoffen, dass Xi Jinping durch jemanden ersetzt werden kann, der im Inland weniger repressiv und im Ausland friedlicher ist.“

Dies würde die größte Bedrohung beseitigen, der offene Gesellschaften heute ausgesetzt seien. Diese sollten alles in ihrer Macht Stehende tun, um China zu ermutigen, sich in die gewünschte Richtung zu bewegen, erklärte der Milliardär.

Die Olympischen Winterspiele finden vom 4. bis zum 20. Februar 2022 in Peking statt. Zuvor hatten sich die USA und mehrere andere westliche Länder aufgrund angeblicher Menschenrechtsverletzungen in China geweigert, hochrangige Beamte zu den Spielen zu entsenden. Athleten aus dem Westen, darunter ein Team aus den USA, werden jedoch an den Olympischen Spielen teilnehmen. Das chinesische Außenministerium verurteilte den diplomatischen Boykott der Spiele und erklärte, dass dieser „die politische Neutralität des Sports verletzen“ würde.

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