von Dagmar Henn

Welche Zukunftserwartung eine Gesellschaft hat, zeigt sich an ihrem Umgang mit den Kindern. Ist die Erwartung positiv, werden mehr Kinder geboren, sie werden geschätzt und gehütet. Ist sie negativ, fällt die Geburtenrate, und Kinder werden zum negativen Symbol einer tiefen Enttäuschung. Sie werden zum privaten Problem statt zur gemeinsamen Hoffnung.

Deutschland ist schon lange ein Land, das nicht gerade als kinderfreundlich gilt. Die Armut von Alleinerziehenden wird mehr oder weniger als angemessene Strafe für die biologische Reproduktion behandelt, und die über Kinder verhängten Corona-Maßnahmen von Masken über kalte Klassenzimmer über Kontaktverbote bis zu Homeschooling sind derart bösartig, dass sie mehr als leichte Anklänge an Oliver Twist und die britischen Waisenhäuser des 19. Jahrhunderts zeigen. Aber Jan Böhmermann, der giftigste Hofnarr der deutschen Antisozialen, hat es geschafft, das noch zu übertreffen. Kinder sind Ratten.

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Sollte Böhmermann, der laut Wikipedia Vater mehrerer Kinder ist, für irgendeines davon das Sorgerecht besitzen, wäre es jetzt angemessen, zu überprüfen, ob der Aufenthalt in seiner Nähe seinen Kindern noch zuzumuten ist. Das ist letztlich die Sache von Familie Böhmermann und dem Familiengericht.

Die Aussage Böhmermanns: „Was die Ratten in der Zeit der Pest waren, sind Kinder zurzeit für COVID-19: Wirtstiere“ ist nur ein weiteres Signal der tiefen Menschenfeindlichkeit, die das gesamte Paket der Maßnahmen durchzieht und die von ihren Apologeten wie Böhmermann oder Sarah Bosetti ungehemmt ausgesprochen wird. Angefangen mit der Verachtung für all jene, die gegen die Maßnahmen protestieren, weil sie unter ihnen leiden, über die Ungeimpften bis hin zur selbstgerechten Pose, mit der die eigene Unterwerfung unter das Impfregime glorifiziert wird.

Der Tonfall dieser Menschenverachtung ist einer von oben nach unten; es ist der Blick des Feudalherren auf die Leibeigenen oder der des Milliardärs auf die arbeitende Mehrheit. Der von Menschen übernommen wird, die eigentlich imstande sein müssten, zu erkennen, wessen Sicht sie da übernehmen. Das war bei Bosetti schon deutlich genug. Die Pflicht des gewöhnlichen Deutschen ist es, sich zu unterwerfen. Eine Geisteshaltung, die an Martin Luthers Suaden wider die aufständischen Bauern erinnert: „Drum soll hier zuschmeißen, würgen und stechen, heimlich oder öffentlich, wer da kann, und gedenken, dass nichts Giftigeres, Schädlicheres, Teuflischeres sein kann denn ein aufrührerischer Mensch, gleich als wenn man einen tollen Hund totschlagen muss.“

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Sinn ergibt diese Geisteshaltung und ihre Nähe zu Luthers Verrat an den aufständischen Bauern erst, wenn man in Bezug auf die Pandemiemaßnahmen die gute alte Frage stellt: Cui Bono? Zu wessen Gunsten? Denn auf diese Frage gibt es eine eindeutige Antwort, ebenso wie die Antwort darauf, zu wessen Schaden die Maßnahmen sind, eindeutig ausfällt.

Schon im vergangenen Sommer hatten zehn Milliardäre in Deutschland ihr Vermögen von 125 Milliarden auf 223 Milliarden Euro gesteigert. Eine Maßnahmenpolitik, die Hunderttausende in den Bankrott trieb – vielfach jetzt, da mit vielen bürokratischen Hindernissen ausgezahlte Hilfen zurückgezahlt werden müssen, obwohl nach wie vor kein normales Geschäft möglich ist –, hat ausgerechnet die Reichsten dieser Gesellschaft noch einmal um 78 Prozent reicher gemacht. Binnen eines einzigen Jahres. Es ist eindeutig, woher das Geld kam, und eindeutig, wohin es gegangen ist: zu großen Teilen zu jenen Zehn, die jetzt so viel besitzen wie die unteren 40 Prozent der deutschen Gesellschaft zusammen. Und ein wenig noch an den Rest des oberen Prozents; 69.000 neue Millionäre soll das letzte Jahr gebracht haben.

Das sind die Menschen, die wirklich mit diesem Blick auf ihre Mitmenschen sehen, weil all die Qualen, die Letztere leiden, ob sie maskiert durch die Straßen laufen, sich unablässig testen oder ihre Einkäufe ins Internet verlagern müssen, ihre Kassen klingeln lassen. Zum Beispiel die Familien Otto und Schwarz, die von diesem Internethandel und dem Niedergang der kleinen Konkurrenz profitieren.

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Manche der Maßnahmen, die gesundheitspolitisch völlig unsinnig sind, wie die 2G-Regel in vielen Geschäften (unsinnig, weil längst mehr als deutlich belegt ist, dass Geimpfte ebenso ansteckend sind wie Ungeimpfte), ergeben in diesem Zusammenhang doch wieder Sinn – was man nicht normal einkaufen kann, aber dennoch braucht, muss man im Internet bestellen. Die Gesundheit der Bevölkerung profitiert von dieser Maßnahme nicht, die Eigentümer der Internethandelsunternehmen sehr wohl.

Es wird Jahre dauern, bis alle Fäden entwirrt sind und klar sein wird, wo, wann und wie diese massive Umverteilung von unten nach oben genau stattfand. Aber sie ist eine Tatsache, genauso, wie die psychischen Folgen der Quälerei eine Tatsache sind, die Selbstmorde, die Vereinsamung. Opfer, die nicht für die „Gesundheit der Alten“ gebracht wurden, sondern für den Wohlstand der Milliardäre.

Ein Versehen, Folge der Idiotie der politischen Eliten? Oder doch der wahre Kern des ganzen Corona-Theaters, an jedem einzelnen Punkt, an dem von einer vernunftgesteuerten, wirklich der Gesundheit dienenden Politik abgewichen wurde (und deren sind viele)? Die kriminellen Geheimverträge mit BioNTech/Pfizer deuten sehr in die letztere Richtung.

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Und es ist der alte deutsche Fluch, dass sich unter jenen, die sich für die Intellektuellen dieses Landes halten, bereitwillig viele finden, die sich die Sicht der Herrschenden mit ganzem Herzen zu eigen machen. So, wie Luther in den Bauernkriegen sich vehement auf die Seite der Fürsten schlug und die Bauern, die die Leibeigenschaft abwerfen wollten, verdammte, so stellen sich die Hofnarren der Milliardäre, wie ein Böhmermann, vorbehaltslos auf die Seite der Corona-Profiteure. Jeder, der auch nur einen Hauch des Zweifels äußert, ist ihnen zuwider. Sie sind aus Überzeugung Knecht, und jede abstoßende, unlogische, unmenschliche Volte des Corona-Regimes macht sie jubeln, weil sie ihrer Lakaienseele verspricht, an dieser fast unbegrenzten Macht, die über die Bevölkerung ausgeübt wird, teilhaben zu können. Fast ein bisschen, als wären sie die Milliardäre, als wären es ihre Konten.

Hohn und Spott über die Opfer der Unterdrückung zu gießen, ist so ziemlich der widerlichste Ausdruck dieses unterwürfigen Wesens, das in der deutschen Geschichte schon viele blutige Spuren gezogen hat. Es gibt unzählige Böhmermanns in diesem Land, Scheindenker, denen das Rückgrat des Citoyens fehlt, das ihnen das Katzbuckeln erschweren könnte. Und es brauchte nicht mehr als den Anlass der Corona-Maßnahmen, um den alten Untertanengeist wieder zu voller Blüte zu bringen.

Und langsam, das muss man angesichts Böhmermanns Rattenvergleich bedenken, sinkt der Abstand zwischen Wort und Tat. Zu besichtigen in der Allgemeinverfügung der schwäbischen Stadt Ostfildern, die sämtliche Versammlungen verboten hat, die sich gegen die Maßnahmen richten, und gleich formulierte: „Um sicherzustellen, dass das Versammlungsverbot eingehalten wird, wird die Anwendung unmittelbaren Zwangs, also die Einwirkung auf Personen durch einfache körperliche Gewalt, Hilfsmittel der körperlichen Gewalt oder Waffengebrauch angedroht.“

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Richtig gelesen. Waffengebrauch. Gegen die Ausübung des allerersten politischen Grundrechts, des Versammlungsrechts. Im Deutschland des Jahres 2022, nicht im Deutschland des Jahres 1525. Nachzulesen auf der Seite der Stadt Ostfildern. Aber nach Ratten und Blinddärmen kann das nicht mehr wirklich verwundern.

Doch vielleicht haben wir Glück, und das Corona-Drama fällt in sich zusammen, ehe es eskaliert. Schließlich lässt ein Nachbarland nach dem anderen Maßnahmen und Impfpflicht fallen, und seit in den USA ein Gericht entschied, dass die Unterlagen, die Pfizer zur Zulassung eingereicht hatte, deutlich schneller veröffentlicht werden müssen, fällt auch der Kurs der Konzernaktie. Dann wird es zwar Heulen und Zähneklappern geben bei Böhmermann, Bosetti und jenen, die die Maßnahmenpakete geschnürt haben, aber es besteht die Aussicht auf eine friedliche Rückkehr zu einer wieder demokratischeren Realität. Ehe das menschenfeindliche Denken den Höhepunkt seiner materiellen Umsetzung erreicht. Andernfalls wird man die Knechtsseele nur auf die Französische austreiben können.

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