Obligatorische Impfungen für alle.

Eine prominente Bioethikerin hat vorgeschlagen, dass die Gesundheitsbehörden eine Ausweitung der Impfpflicht auf andere Krankheiten als COVID-19 wie Masern und Grippe in Betracht ziehen sollten.

Die Kommentare stammen von Christiane Druml, Juristin und Vorsitzende der österreichischen Bioethikkommission des Bundes.

In einem Interview erklärte Druml: „Die Covid-19-Impfpflicht könnte der Startschuss für einen neuen Versuch sein, die Menschen besser vor unnötigen Krankheiten wie Masern, Keuchhusten oder Grippe zu schützen – auch durch eine Impfpflicht.“

Der Begriff „Impfpflicht“ ist eine abgeschwächte Form des Wortes „Impfzwang“.

Der Bioethiker, der auch den UNESCO-Lehrstuhl für Bioethik an der Medizinischen Universität Wien innehat, verwies auf die Entwicklung von Kombinationsimpfstoffen gegen Grippe und COVID-19 als weiteres Zeichen dafür, dass Grippeimpfungen in einigen Ländern irgendwann zur Pflicht werden könnten.

„Es gibt definitiv ein gesellschaftliches Interesse daran, unnötige Grippeausbrüche zu vermeiden“, sagte sie.

Druml argumentierte, dass einige Impfungen, wie z. B. die Masernimpfung, für Kinder in Deutschland bereits obligatorisch sind, um die Schule besuchen zu dürfen, und daher ausgeweitet werden sollten.

Die Anwältin hat sich bereits früher für eine verpflichtende COVID-19-Impfung ausgesprochen, allerdings für bestimmte Gruppen wie Menschen über 55 und für Personal in Krankenhäusern, Altenheimen und Schulen.

Österreich wird ab dieser Woche als erstes europäisches Land die Coronavirus-Impfung für Erwachsene zur Pflicht machen.

Wer sich weiterhin weigert, sich impfen zu lassen, muss ab März mit Geldstrafen von bis zu 3.600 Euro (4.100 Dollar) rechnen.

Wie wir bereits berichtet haben, stellt die Regierung Mitarbeiter ein, um „Impfverweigerer zu jagen“ und ihre Strafen auf dem Rechtsweg abzuarbeiten.



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