Kanada hat am Mittwoch angekündigt, dass es seine Mission zur Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte um drei Jahre verlängern will. Außerdem werden 60 zusätzliche Soldaten entsandt. Es bestehe aber auch die Möglichkeit, die Zahl der Bodentruppen auf bis zu 400 zu erhöhen.

Während bereits 200 kanadische Militärangehörige in der Ukraine stationiert sind, werden in den kommenden Tagen weitere 60 entsandt. Das kündigte der kanadische Premierminister Justin Trudeau an. Verteidigungsministerin Anita Anand erklärte:

„Der größte Beitrag, den Kanada im Moment in der Ukraine leisten kann, sind die Menschen.“

Sie teilte mit, dass das Land „über 30.000 ukrainische Soldaten ausgebildet“ habe, und fügte hinzu:

„Wir sollten die Bedeutung dieser Ausbildungsmission nicht unterschätzen.“

Kanada schickt zudem nicht-tödliche Militärgüter in die Ukraine und wird nachrichtendienstliche Informationen mit dem Land austauschen. Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten verbreiten indes weiterhin Panik über eine hypothetische russische „Invasion“.

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Trudeau verkündete am Mittwoch, Kanada sei „stets ein Freund der Ukraine“ gewesen und werde „immer mit der notwendigen Unterstützung zur Stelle sein.“

Der Regierungschef gab bekannt, dass Kanada der Ukraine auch ein Darlehen in Höhe von 120 Millionen US-Dollar gewähren werde. Sein Land sei „gern bereit, die Widerstandsfähigkeit und Kraft der ukrainischen Wirtschaft angesichts der russischen Destabilisierung zu stärken.“

Trudeau verteidigte die Entscheidung Kanadas, nicht dem Beispiel der USA und Großbritanniens zu folgen. Die beiden Länder hatten der Ukraine tödliche Waffen zukommen lassen. Er argumentierte, dass „die Lösung für diese Spannungen diplomatisch sein sollte.“

Letzte Woche wurde Berichten zufolge ein kleines Team kanadischer Spezialkräfte in die Ukraine entsandt, um „Evakuierungspläne für kanadisches diplomatisches Personal im Falle einer umfassenden Invasion zu entwickeln“. Das teilte die kanadische Nachrichtenagentur Global News mit.

Moskau hat wiederholt Behauptungen zurückgewiesen, es beabsichtige eine Invasion der Ukraine. Auch Kiews Außenminister Dmitri Kuleba tat am Mittwoch Berichte über eine „bevorstehende“ Invasion ab. Gegenüber den Medien erklärte er, die Zahl der in der Nähe der ukrainischen Grenze stationierten russischen Truppen sei „nicht ausreichend für eine Großoffensive.“

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