Der russische Präsident Wladimir Putin hat mit den Staatsoberhäuptern Kubas, Venezuelas und Nicaraguas vereinbart, in einer Reihe von Bereichen Partnerschaften zu entwickeln. Dazu zählt auch eine verstärkte militärische Zusammenarbeit, wie der russische Außenminister am Mittwoch mitteilte. Dies berichtet das Magazin „RT DE“.

Weiter berichtet RT DE: „Vor der Duma, dem russischen Parlament, teilte Außenminister Sergei
Lawrow am Mittwoch mit, Putin habe kürzlich mit den Staatsoberhäuptern
Kubas, Venezuelas und Nicaraguas gesprochen. Dabei wurde vereinbart, die
strategische Zusammenarbeit der Länder zu verstärken.

„Präsident
Putin führte vor kurzem Telefongespräche mit seinen Kollegen aus diesen
drei Regierungen, mit denen wir sehr eng und freundschaftlich verbunden
sind. Sie kamen überein, nach weiteren Möglichkeiten zur Vertiefung
unserer strategischen Partnerschaft in allen Bereichen zu suchen, ohne
Ausnahmen“, erklärte Lawrow. Er wies darauf hin, dass Russland bereits
vielfältige enge Beziehungen zu diesen Ländern unterhält, „auch im
militärischen und militärisch-technischen Bereich“.

Auf die Frage nach den Aussichten einer verstärkten militärischen
Zusammenarbeit mit den drei mittelamerikanischen Ländern antwortete
Lawrow: „Für die unmittelbare Zukunft rechnen wir mit regelmäßigen
Treffen der entsprechenden Ausschüsse.“

Moskau sieht sich durch
die auch militärisch immer weiter an das Territorium der Russischen
Föderation heranrückenden NATO in seiner Sicherheit bedroht und fordert
daher einen Stopp der NATO-Osterweiterung, insbesondere einen Verzicht
auf die Aufnahme der Ukraine. Entsprechende Garantien schließen die USA
jedoch entgegen früherer Zusicherungen aus.

Der stellvertretende
Moskauer Außenminister Sergej Rjabkow hatte bereits nach ersten
Krisengesprächen zum Abbau der Spannungen Mitte Januar geäußert, dass im
Falle eines Scheiterns der Gespräche über verbindliche
Sicherheitsgarantien auch russisches Militär auf Kuba und in Venezuela
stationiert werden könne. Angesprochen auf die Möglichkeit der
Entsendung von Truppen nach Lateinamerika, antwortete der russische
Vize-Außenminister, dass er dies nicht ausschließen wolle. „Es ist der
amerikanische Stil, mehrere Optionen für seine Außen- und Militärpolitik
zu haben“, sagte er. „Das ist der Grundstein für den starken Einfluss
dieses Landes in der Welt.“

Weiter betonte Rjabkow, dass die Diplomatie Vorrang vor militärischen Schritten haben müsse.

„Der
russische Präsident hat sich mehrfach dazu geäußert, welche Maßnahmen
er ergreifen könnte, zum Beispiel unter Einbeziehung der russischen
Marine, wenn die Dinge in die Richtung gehen, Russland zu provozieren
und den militärischen Druck der USA auf uns weiter zu erhöhen. Das
wollen wir nicht. Die Diplomaten müssen zu einer Einigung kommen.“

Der
Nationale Sicherheitsberater der Vereinigten Staaten, Jake Sullivan,
antwortete darauf, dass russische Militäraktivitäten in Lateinamerika
bei den jüngsten Sicherheitsgesprächen nicht zur Sprache gekommen seien.
Die USA würden aber „entschlossen“ handeln, falls es zu entsprechenden
Maßnahmen kommen sollte.

Führende Vertreter Russlands und der USA
führen derzeit Verhandlungen, um die Spannungen im Ukraine-Konflikt zu
deeskalieren. Washington wirft Moskau vor, eine Invasion zu planen. Der
Kreml bestreitet derartige Absichten. Zudem bat er um schriftliche
Garantien, dass sich die von den USA geführte Militärallianz nicht auf
die Ukraine oder Georgien, zwei auf vielen Ebenen eng mit Russland verbundene Länder, ausdehnen wird.“

Quelle: RT DE



Source link