Der „Financial Times“ zufolge bereiten die EU und Großbritannien Sanktionen gegen Russland vor. Diese würden sich auf neue russische Projekte im Gassektor auswirken. Der Zeitung zufolge könnten dadurch auch westliche Unternehmen, die in Projekte in Russland investieren, geschädigt werden.

Die Europäische Union und das Vereinigte Königreich arbeiten mit Unterstützung der USA an einem Paket von Sanktionen gegen neue russische Gasprojekte, die im Falle einer Invasion in der Ukraine aktiviert werden könnten. Dies berichtete die Zeitung Financial Times unter Berufung auf Quellen.

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Demnach zielten die Maßnahmen darauf ab, die Finanzierung und das Technologieangebot für neue russische Gasprojekte stark einzuschränken. Den Gesprächspartnern der Zeitung zufolge werde dieses Maßnahmenpaket Teil umfassenderer Wirtschaftssanktionen sein. Deren Strenge würde je nach Ausmaß der wahrgenommenen russischen Offensive angepasst.

Wie Financial Times berichtete, sei dies das erste Mal, dass Europa die Möglichkeit eines „Streiks“ gegen den Gassektor zulasse. Zumal 40 Prozent des Treibstoffs aktuell aus Russland kommen.

Derartige Sanktionen könnten laut der Zeitung jedoch auch westlichen Unternehmen wie BP, Total und Shell schaden. Denn sie investieren in russische Gasprojekte. Die Financial Times erinnerte daran, dass beispielsweise die französische Total einer der größten Investoren für die Erschließung von Feldern in Jamal sei, während Shell im vergangenen Jahr ein Fünfjahresabkommen mit Gazprom unterzeichnet habe.

Die USA und die EU hatten sich zuvor bereit erklärt, im Falle einer Eskalation in der Ukraine Sanktionen gegen die Nord Stream 2-Pipeline zu verhängen. US-Unterstaatssekretärin Victoria Nuland sagte diesbezüglich:

„Ich möchte mich heute klar und deutlich ausdrücken: Wenn Russland in die Ukraine einmarschiert, wird Nord Stream 2 so oder so nicht vorankommen.“

Gazprom teilte am Donnerstag mit, dass bereits mehr als drei Viertel des europäischen Sommergases aus den unterirdischen Speichern entnommen worden seien. Insgesamt seien die europäischen Speicher zu 40,9 Prozent ausgelastet, die deutschen und französischen Speicher jeweils zu 39 Prozent, teilte das russische Unternehmen mit.

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