Der weltweite Tourismus ist im vergangenen Jahr im Vergleich zum COVID-Jahr 2019 ein wenig angestiegen. Die UNO-Unterorganisation für Tourismus prognostiziert jedoch, dass das vorpandemische Niveau in diesem Bereich frühestens im Jahr 2024 erreicht werden könnte.

Laut der Welttourismusorganisation (UNWTO) ist der weltweite Tourismus im vergangenen Jahr um vier Prozent gestiegen, verglichen mit dem Jahr 2020, das mit einem 73-prozentigen Einbruch bei den internationalen Ankünften das schlechteste Jahr aller Zeiten war. Obwohl sie mild verlaufe, werde die SARS-CoV-2-Variante Omikron jedoch Anfang 2022 „die Erholung stören“, fügte die UNO-Unterorganisation hinzu. Nach ihren Angaben werde die Zahl der Touristenankünfte weltweit frühestens im Jahr 2024 ein vorpandemisches Niveau erreichen. Die UNWTO erklärte:

„Das Tempo der Erholung bleibt langsam und ungleichmäßig in den verschiedenen Regionen der Welt, da die Mobilitätsbeschränkungen, die Impfquoten und das Vertrauen der Reisenden unterschiedlich stark ausgeprägt sind.“

Weltwirtschaftsforum veröffentlicht Prognose über Erholung von der Pandemie

In Europa und Nord- und Südamerika stiegen die Ankünfte ausländischer Besucher im vergangenen Jahr um 19 beziehungsweise 17 Prozent im Vergleich zu 2020.

Im Nahen Osten hingegen gingen die Ankünfte im vergangenen Jahr um 24 Prozent zurück, während sie in der asiatisch-pazifischen Region 65 Prozent unter dem Niveau von 2020 und 94 Prozent unter dem Niveau vor COVID-19 lagen.

Die Agentur prognostiziert für dieses Jahr zwar einen Anstieg bei den internationalen Ankünften um 30 bis 78 Prozent im Vergleich zu 2021, diese werden somit aber dennoch weit unter dem Niveau von 2019 bleiben.

Laut der Welttourismusorganisation lagen die Tourismuseinnahmen 2020 rund 72 Prozent unter denen des Vorjahres. Die Organisation stellte fest:

„Der wirtschaftliche Beitrag des Tourismus im Jahr 2021, [gemessen am direkten Bruttoinlandsprodukt des Tourismus] wird auf 1,9 Billionen US-Dollar geschätzt, mehr als die 1,6 Billionen US-Dollar im Jahr 2020, aber immer noch deutlich unter dem Wert von 3,5 Billionen US-Dollar vor der Pandemie.“

Mehr zum Thema Inflation treibt Bau- und Bürokosten in die Höhe – Rentner und ärmere Haushalte leiden am meisten





Source link