Am Montag, dem 24. Januar 2022, versammelten sich quer durch das Land erneut mehrere Zehntausend Menschen, um ihrem Unmut gegen die Coronapolitik der Bundesregierung Ausdruck zu verleihen. Ein Mann in Brandenburg kam dabei ums Leben.

In verschiedenen Städten Deutschlands, quer durch alle Bundesländer, haben am Montagabend erneut mehrere Zehntausend Menschen gegen eine allgemeine Impfpflicht und die jüngsten Corona-Maßnahmen demonstriert. Nach Polizeiangaben verliefen die meisten Veranstaltungen, Protestmärsche und auch Gegendemonstrationen ohne größere Zwischenfälle oder Gewalteskalationen. 

Zu einem tragischen Ereignis kam es allerdings im brandenburgischen Wandlitz: Ein 53-jähriger Teilnehmer kam ums Leben. Laut ersten Erkenntnissen und Medienangaben, hatte der Mann offenbar versucht, eine Polizeikette zu durchbrechen, woraufhin die Beamten seine Personalien feststellten. „Kurz darauf“ sei es laut Polizeiangaben zu einem „medizinischen Notfall“ gekommen. Einige Zeit später berichtete die Behörde, der Betroffene sei im Krankenhaus verstorben. Die Pressemitteilung der Polizei Brandenburg hinsichtlich des Vorfalls lautet:

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Dagegen hieß es in sozialen Netzwerken, dass der Mann zuvor von einem Polizisten „brutal zu Boden geschubst“ worden sei und dort offenbar ungeschützt aufgeprallt sei. Die Echtheit eines dazu verbreiteten Videos ist derzeit nicht gesichert.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa wurden in Bayern mehr als 100 Versammlungen gezählt. Die größte Demonstration im Freistaat fand demnach, wie bereits an den vergangenen Montagen, in Nürnberg statt. Dort protestierten laut Polizei etwa 4.400 Menschen. In Augsburg und Kempten kamen jeweils 2.500, und in Bamberg 2.200 Teilnehmer zusammen.

In Thüringen gingen laut Angaben der Welt mehr als 25.000 Menschen auf die Straßen. Die größten Ansammlungen gab es demnach in Gera mit rund 3.000 Teilnehmern, in Hermsdorf mit rund 1.000, und in Jena mit 800, wie die Polizei berichtete.

In Mecklenburg-Vorpommern protestierten nach Angaben der Ordnungskräfte landesweit rund 10.000 Menschen in mehr als 25 Städten. Die größten Aktionen wurden diesmal aus Schwerin mit 2.000 Teilnehmern und aus Neubrandenburg mit etwa 1.700 Protestierenden gemeldet.

In Sachsen und Sachsen-Anhalt waren es landesweit laut dpa-Angaben jeweils mehrere Tausend, die den Weg auf die Straße fanden. In Bautzen beteiligten sich der Polizei zufolge an mehreren Versammlungen in der Summe rund 2.000 Menschen, in Dresden laut Behördenangaben mehrere Hundert, in Zwickau 950. Nach Berichten des MDR versammelten sich in Bitterfeld 1.650 Menschen zum Protest, in Magdeburg etwa 900 Personen und in Wittenberg rund 1.500 Teilnehmer. Weiter werden Dessau mit rund 700, sowie Köthen und Querfurt mit je rund 500 Teilnehmern genannt. In Sachsen-Anhalt protestierten bei der größten Demonstration in Halle nach Polizeiangaben knapp 2.400 Menschen. In Berlin trafen sich noch einmal rund tausend Bürger, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren.

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