Mehrere Regionen Russlands haben die pandemiebedingten Maßnahmen und Einschränkungen noch einmal bis zum 1. April 2022 verlängert. In etwa 20 Regionen sind die Regeln zudem verschärft und ausgeweitet worden. Dies erfolgt vor dem Hintergrund nach wie vor hoher Fall- und Todeszahlen. Die Hospitalisierungsrate geht aktuell auch in Russland zurück.

Seit dem 24. Januar gelten in etwa 20 Regionen Russlands neue Präventivmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Omikron-Stammes des Coronavirus.

Dazu gehören Fernunterricht für Schüler, die Absage von Massenveranstaltungen und die Versetzung von Mitarbeitern in die Telearbeit.

So müssen beispielsweise in den Regionen Orjol, Archangelsk, Omsk, Tscheljabinsk, Swerdlowsk und Inguschetien die Unternehmen mindestens 30 Prozent ihrer Mitarbeiter die Arbeit von zu Hause aus ermöglichen. Auf der Krim dürfen Einwohner über 60 Jahre sowie chronisch Kranke ihre Häuser nicht mehr verlassen.

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Auch die Arbeit der medizinischen Einrichtungen des Landes verändert sich. Insbesondere die Hauptstadt Moskau und die Region Moskau erhöhen die Zahl der Ärzte in allen Polikliniken. Personen mit Symptomen einer akuten Virusinfektion der Atemwege und mit einer Temperatur unter 38 Grad werden ohne Voranmeldung untersucht. In Sankt Petersburg richten die Polikliniken einen separaten Eingang für Patienten mit Verdacht auf eine SarsCov19-Infektion ein und nehmen auch Patienten ohne Termin an. Das berichtete der Sender Rossija 24.

Die pandemiebedingten Beschränkungen und Regeln werden in Russland noch stärker als in Deutschland auf der regionalen und örtlichen Ebene beschlossen. Sie unterscheiden sich deshalb von Stadt zu Stadt und von Region zu Region stark. 

Im Zeitraum vom 22. bis 23. Januar wurden in Russland binnen 24 Stunden über 63.000 positive Corona-Fälle. Das geht aus den am Vortag veröffentlichten Daten des nationalen Krisenzentrums hervor. Im selben Zeitraum sind 23.000 Personen genesen, 679 Personen verstarben mit oder an Corona. Gleichzeitig ist die Zahl derer, die mit einer solchen Diagnose ins Krankenhaus kommen, stark zurückgegangen. Derzeit sind landesweit etwas mehr als 6.000 Patienten mit Verdacht auf COVID-19 hospitalisiert. 

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