Die schwedische Einwanderungsbehörde und die Polizeibehörde können die Zahl der untergetauchten Asylbewerber, die abgeschoben werden sollten, nur schätzen. Die Statistik der letzten Jahre zeigt: Die Politik wird des Problems nicht Herr.

Die schwedische Polizei hat mehr als 10.000 Personen gemeldet, die nach Ablehnung ihres Asylantrages gesucht werden. Im Jahr 2021 kam der schwedischen Polizei in mehr als 18.000 Fällen die Aufgabe zu, deren Ausweisung durchzusetzen. Dabei wurde festgestellt, dass von mehr als 10.000 Asylbewerbern jede Spur fehlt. 

Die Leiterin der nationalen Grenzpolizei, Cajsa Velden, erklärte:

„Wir haben Menschen in unserer Gesellschaft, die wir nicht kennen und über die niemand die Kontrolle hat. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele von denjenigen, die aus Schweden ihren Wohnort wechseln, auch innerhalb Europas sehr schnell über mehrere Grenzen hinweg ziehen. Es ist schwierig zu kontrollieren, wie viele oder wo sie sind.“ 

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Im letzten Jahr stellten insgesamt 12.572 Menschen einen Asylantrag in Schweden, insgesamt 12.801 Asylentscheidungen wurden getroffen. Für eine freiwillige Rückkehr in ihre Heimatländer entschieden sich zudem 3.243 Personen. 

Kritik an der Debatte äußerte indes die Migrationsexpertin Alexandra Segenstedt: 

„Die Debatte wird in einem sehr komplexen Thema oft vereinfacht. Wir wissen, dass in Schweden Menschen leben, die kein gesetzliches Aufenthaltsrecht haben. Aber dafür gibt es unglaublich viele Gründe.“

Die Betroffenen könnten aus Angst um die Sicherheit für sich oder ihre Familien untertauchen. Den Menschen müsse bei der Rückreise in ihre Heimatländer daher ein Gefühl der Sicherheit gegeben werden. Die Zahl der nicht auffindbaren abgelehnten Asylbewerber lag in den letzten Jahren zwischen mehr als 10.000 und 12.000.

Besonders umstritten sind in diesem Zusammenhang Abschiebungen nach Afghanistan. Nachdem die Taliban die Macht im Lande übernommen hatten, wurden diese bis auf Weiteres ausgesetzt. 

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