Eine Touristin aus den Niederlanden hat vor dem berühmten Haupttor des ehemaligen KZ Auschwitz mit einem Hitlergruß für ein Foto posiert – mit ihrem Mann hinter der Kamera. Der „dumme Scherz“, wie die Frau ihre Tat selbst rechtfertigte, kam sie teuer zu stehen.

Am Sonntag hat sich auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz ein eklatanter Vorfall zugetragen. Eine niederländische Touristin wurde am Eingangstor der Gedenkstätte mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“ mit erhobenem Arm gesichtet. Die Besucherin soll dabei für ein Foto posiert haben, das ihr Ehemann aufgenommen habe, berichtete die Nachrichtenagentur PAP unter Berufung auf die polnische Polizei. Daraufhin riefen die Wachleute der Gedenkstätte die Polizei.

Die eingetroffenen Sicherheitskräfte nahmen die Niederländerin fest. Die Touristin bekannte sich zwar zu ihrer Tat, versuchte jedoch, diese damit zu rechtfertigen, dass es sich bei der Hitlergruß-Pose lediglich um einen „dummen Scherz“ gehandelt habe. Anschließend wurde die Frau zu einer Geldbuße verurteilt.

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Dies ist nicht das erste Mal, dass Besucher des ehemaligen KZ Auschwitz durch die öffentliche Demonstration des berüchtigten Nazi-Vernichtungslagers straffällig werden. Im Jahr 2013 waren bereits zwei türkische Studenten wegen eines ähnlichen Deliktes zu Geldstrafen und einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt worden.

Der Name des ehemaligen deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz ist in der Nachkriegszeit zu einem Synonym für die Schoah geworden. Nach Angaben der Holocaustgedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem wurden in dem Lagerkomplex in der Zeit des Nationalsozialismus rund eine Million Juden, 70.000 Polen, 25.000 Sinti und Roma sowie 15.000 sowjetische Kriegsgefangene ermordet, die meisten in den Gaskammern. Am 27. Januar jährt sich der Tag der Befreiung des KZ Auschwitz durch die Truppen der Roten Armee zum 77. Mal.

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