Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern hat ihre Hochzeit mit dem Fernsehmoderator Clark Gayford abgesagt. Der Entscheidung liege die besorgniserregende rasche Ausbreitung des Coronavirus-Stammes Omikron im Land zugrunde, so die Politikerin.

Eine weitere Coronavirus-Welle wegen der Omikron-Variante hat die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern dazu bewogen, ihre Hochzeit mit dem Fernsehmoderator Clarke Gayford zu verschieben.

Auf einer regelmäßigen Pressekonferenz zu COVID-19 erklärte Ardern, die Gesundheitsbehörden hätten neun Omikron-Fälle in einer Familie in der Stadt Motueka gemeldet. Die Familie war am vergangenen Wochenende nach Auckland gereist, um eine Hochzeit, eine Beerdigung, einen Freizeitpark und eine Sehenswürdigkeit zu besuchen. Dieses Ereignis soll die Behörden veranlasst haben, die Pandemiestufe Rot zu verhängen. Vor diesem Hintergrund teilte die Premierministerin mit:

„Meine Hochzeit wird nicht stattfinden, aber ich schließe mich vielen anderen Neuseeländern an, die sowas aufgrund der Pandemie erfahren haben.“

Die Hochzeit von Ardern und Gayford, die bereits eine dreijährige Tochter haben, sollte in Gisborne an der Ostküste der Nordinsel 480 km südlich von Auckland stattfinden. Aufgrund von Corona-Beschränkungen, die wegen eines Ausbruchs der Omikron-Variante verhängt wurden, musste die Zeremonie auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Die Verlobung des Paares hatte im April 2019 stattgefunden.

Im Dezember erklärte die Regierung des Landes, dass sie die schrittweise Wiedereröffnung der Grenzen angesichts des Omikron-Stammes bis Ende Februar rückgängig machen werde. Chris Hipkins, der Minister zur Eindämmung der Corona-Pandemie, sagte:

„Das Warten bis Ende Februar wird den Schutz Neuseelands insgesamt erhöhen und die mögliche Verbreitung von Omikron verlangsamen. Es besteht kein Zweifel, dass dies enttäuschend ist und viele Urlaubspläne durcheinanderbringen wird, aber es ist wichtig, diese Änderungen heute klar darzulegen, damit die Menschen Zeit haben, ihre Pläne zu überdenken.“

Hipkins fügte hinzu, dass das neuseeländische Kabinett anderen Vorsichtsmaßnahmen zugestimmt habe, darunter die Verkürzung des Zeitraums zwischen einer zweiten COVID-19-Impfdosis und einer Auffrischungsimpfung von sechs auf vier Monate sowie die Verlängerung der vorgeschriebenen Aufenthaltsdauer für zurückkehrende Reisende von sieben auf zehn Tage in Quarantäne.

Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität sollen in Neuseeland seit Beginn der Pandemie 15.500 Fälle von Coronavirus-Infektionen verzeichnet worden sein. Insgesamt 52 Menschen sollen an der Infektion gestorben sein. Fast neun Millionen Menschen wurden gegen COVID-19 geimpft.

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