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am 24.01.2022 um 11:57

durch Thorsten Schmitt

Papst Benedikt XVI Bild: Fabio Pozzebom

Papst Benedikt XVI Bild: Fabio Pozzebom

Ex-Papst Benedikt, bürgerlich Joseph Ratzinger, hat eine falsche Aussage im Zusammenhang mit dem Münchner Missbrauchsgutachten eingestanden. Entgegen seiner bisherigen Darstellung habe er doch an einer Ordinariatssitzung am 15. Januar 1980 teilgenommen, heißt es in einer Stellungnahme, über die die „Katholische Nachrichten-Agentur“ (KNA) berichtet.

Der Fehler sei „Folge eines Versehens bei der redaktionellen Bearbeitung“ seiner Stellungnahme gewesen. In der fraglichen Sitzung war es auch um einen besonders brisanten Fall eines Wiederholungstäters gegangen.

Die Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl, die ihr Gutachten zu Fällen sexuellen Missbrauchs im Erzbistum München und Freising am Donnerstag veröffentlicht hatte, warf Ratzinger Fehlverhalten und „persönliche Verantwortlichkeit“ vor. Der hatte alles abgestritten und wörtlich geantwortet: „Da ich an der Ordinariatssitzung vom 15.01.1980 nicht teilgenommen habe, kann ich zu den Ausführungen des Personalreferenten im Rahmen der Sitzung keine Aussage machen.“
Konkret geht es um die Frage, ob Ratzinger, damals Erzbischof von München und Freising, mindestens fahrlässig mit dafür gesorgt hat, dass der als Sexualstraftäter bekannte Mann wieder mit Kindern und Jugendlichen arbeiten – und diese missbrauchen konnte.

Quelle: dts Nachrichtenagentur



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