Auf eine Abstimmung wurde im Falle der Resolution der Vereinten Nationen abgesehen. Unternehmen sozialer Medien sollen Maßnahmen gegen Antisemitismus und Holocaust-Leugnung ergreifen. Verfasser waren Deutschland und Israel.

Am 20. Januar jährte sich die Wannseekonferenz zum 80. Mal. Damals fanden sich leitende Nationalsozialisten zusammen, um die Vernichtung des jüdischen Volkes und die Errichtung der Vernichtungslager zu planen. Sechs Millionen Juden fielen den Nationalsozialisten zum Opfer.

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Die Vereinten Nationen nutzten den Gedenktag dafür, eine Resolution gegen die Leugnung des Holocausts und gegen Antisemitismus zu verabschieden. Den Vorschlag dazu hatten Deutschland und Israel eingebracht. Darin werden die Mitgliedsländer angehalten, „jede vollständige oder teilweise Leugnung oder Verfälschung des Holocausts als historisches Ereignis sowie alle diesbezüglichen Aktivitäten vorbehaltlos abzulehnen“. 

Mittels von Programmen sollen sie die Erinnerung bei den künftigen Generationen wach halten. Soziale Medien werden aufgefordert, Maßnahmen gegen Antisemitismus und die Holocaust-Leugnung zu ergreifen. 

Israel merkte an, dass es sich um ein geschichtsträchtiges Ereignis handelte. Schließlich sei es das zweite Mal, dass eine von Israel hervorgebrachte Resolution bei den Vereinten Nationen angenommen wird. Der Annahme nahmen auch Holocaust-Überlebende teil: 

Die deutsche UN-Botschafterin Antje Leendertse zu der verabschiedeten Resolution: 

„Die Generalversammlung sendet eine starke und unmissverständliche Botschaft gegen die Leugnung oder Verzerrung dieser historischen Fakten.“ 

Auch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock begrüßte dies: 

„Gemeinsam werden wir die Erinnerung an die Opfer lebendig halten.“ 

Nach Ansicht des israelischen Botschafters der Vereinten Nationen, Gilad Erdan, hat sich die Leugnung des Holocausts wie ein Krebs verbreitet. Die Resolution wird dabei helfen, vor Gefahren von „Hass, Bigotterie, Rassismus und Vorurteilen“ zu warnen. Im letzten Jahr unterzeichnete der World Jewish Congress eine Vereinbarung mit Facebook, um Nutzer, die nach Begriffen im Zusammenhang mit dem Holocaust oder Holocaustleugnung suchen, auf eine gemeinsame Webseite umzuleiten, die in 19 Sprachen verfügbar ist. 

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