Der ukrainische Geheimdienst hat berichtet, dass Russland Panzer und Artillerie in die nicht anerkannten Volksrepubliken Lugansk und Donezk verlegt habe. Den Angaben zufolge wurden mehrere Panzer und selbstfahrende Artilleriesysteme, Munition und über 7.000 Tonnen Treibstoff transferiert.

Seit Anfang Januar seien mehrere Einheiten von Panzern und selbstfahrenden Artillerie-Lafetten heimlich aus dem Territorium Russlands in die nicht anerkannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk verbracht worden. Dies meldete die Hauptnachrichtendirektion des Verteidigungsministeriums der Ukraine.

In dem Bericht heißt es, dass der Transport auf dem Schienen- und Straßenweg erfolgt sei. Zusätzlich zu den Panzern hätten die nicht anerkannten Republiken über 7.000 Tonnen Treibstoff, Munition (auch für Artilleriesysteme und Mörser) sowie andere Waffen erhalten. Nach Angaben des ukrainischen Geheimdienstes habe Russland auch ein Netz von Rekrutierungszentren eingerichtet, wo aktiv Söldner angeworben und in die Volksrepubliken Donezk und Lugansk geschickt würden.

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Seinerseits erklärte am 21. Januar Eduard Bassurin, ein offizieller Vertreter der selbsternannten Volksrepublik Donezk, dass die Ukraine acht Smertsch- und Uragan-Raketensysteme in den Donbass verlegt habe. Die Volksrepublik Donezk sei der Überzeugung, dass Kiew aktive Kampfhandlungen in der Region vorbereite. Zuvor hatte Bassurin erklärt, dass die ukrainischen Streitkräfte Sabotageakte auf dem Gebiet der selbsternannten Volksrepubliken in der Nähe der Kontaktlinie vorbereiten würden.

Am Vortag hatte der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, verlauten lassen, die Ukraine werde mit Waffen vollgepumpt und Kiew setze das Minsker Maßnahmenpaket nicht um. Anfang Januar berichtete CNN, dass das Weiße Haus der Ukraine Militärhilfen in Höhe von 200 Millionen US-Dollar (176 Millionen Euro) bewilligt habe, die dem Land ein Radarsystem und Marineausrüstung bescheren sollen.

Russland forderte Washington wiederholt auf, neue Waffenlieferungen an die Ukraine abzulehnen, die Spannungen um den Donbass nicht weiter zu verschärfen und die Hitzköpfe in Kiew nicht zu neuen Provokationen zu verleiten.

Seit Ende Oktober 2021 berichten westliche Medien, darunter The Washington Post, Politico und Associated Press, über die Vorbereitungen Russlands auf eine Invasion in der Ukraine. Moskau wies die Vorwürfe wiederholt zurück. Der Leiter des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergei Naryschkin, stellte fest, dass die USA Berichte über Russlands Vorbereitungen für eine Invasion in der Ukraine nutzten, um Kiew zu einem Angriff auf den Donbass zu drängen.

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