Eine Umfrage des US-Meinungsforschungsinstituts Morning Consult hat ergeben, dass der britische Premierminister Boris Johnson derzeit das unbeliebteste Staatsoberhaupt der Welt ist. Der Ruf des Politikers ist vor allem aufgrund der „Partygate“-Affäre stark angeschlagen.

Die Ergebnisse der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung zeigen, dass Johnson den letzten Platz einer Liste von 13 Staats- und Regierungschefs belegt. Seine Nettozustimmung liegt jetzt bei -43, während nur 26 Prozent der Befragten den britischen Premierminister unterstützen.

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Zu den weiteren geächteten Weltführern gehören der französische Präsident Emmanuel Macron (-25) und der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro (-19). Der indische Premierminister Narendra Modi wurde von den Teilnehmern hingegen als der beliebteste eingestuft und erhielt eine Nettozustimmungsrate von 50.

Die aktuelle Umfrage wurde im Zeitraum zwischen dem 13. und 19. Januar durchgeführt. Die durchschnittliche Stichprobengröße von Morning Consult liegt in den USA bei etwa 45.000 Personen, während sie in anderen Ländern zwischen 3.000 und 5.000 Personen schwankt. Die Daten werden wöchentlich aktualisiert, um einen Echtzeit-Einblick in die sich verändernde politische Dynamik auf der ganzen Welt zu bieten.

Johnsons Zustimmungswerte hatten während des ersten Lockdowns im Jahr 2020 ihren Höhepunkt erreicht, sanken aber in den vergangenen Wochen im Zuge des sogenannten „Partygate“-Skandals erheblich. Dem 57-Jährigen wird vorgeworfen, mitten im Corona-Lockdown im Mai 2020 einer Gartenfeier in seinem Amtssitz beigewohnt und damit gegen die von der britischen Regierung auferlegten Schutzmaßnahmen verstoßen zu haben. Mittlerweile sieht sich Johnson mit Rücktrittsforderungen konfrontiert.

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