Die Bundeswehr möchte die aktuelle Impfkampagne der Bundesregierung unterstützen und lädt „Luftfahrtbegeisterte ab fünf Jahren“ ein, sich in einem Airbus A400M der Luftwaffe gegen COVID-19 impfen zu lassen. Eine Besichtigung des Flugzeugs außerhalb der Impfung ist nicht möglich.

Das Verteidigungsministerium und die Bundeswehr werben gemeinsam für eine aktive Unterstützung der aktuellen Impfkampagne der Bundesregierung. Über entsprechende Infokampagnen in den sozialen Medien werden in einer gemeinsamen Aktion und Zusammenarbeit zwischen dem Kassel Airport, Sanitätsstabsoffizieren der Reserve, dem Johanniter Regionalverband Kurhessen und dem Lufttransportgeschwader 62 aus Wunstorf „Luftfahrtbegeisterte ab dem 5. Lebensjahr“ eingeladen, sich auf dem Flughafen Kassel in einem Airbus A400M der Luftwaffe gegen COVID-19 impfen zu lassen.

Auf der Webseite der Bundeswehr finden sich weitere Informationen zu den Hintergründen und Ambitionen dieser Impf-Werbeaktion der Bundeswehr. Generalleutnant Ingo Gerhartz, Inspekteur der Luftwaffe, wird mit den Worten zitiert: 

„Ich freue mich, dem luftfahrtbegeisterten Publikum in Hessen einen unserer A400M bei dieser tollen Aktion präsentieren zu können und wünsche allen Beteiligten viel Erfolg. Jede Impfung zählt und dafür leisten wir hier als Teil der Gesellschaft gern unseren Beitrag.“

Genauere Informationen zu den Rahmenbedingungen und dem Ablaufprocedere für potentiell interessierte Bürger lauten, dass „Erst-, Zweit- und Boosterimpfungen“ nur über eine vorherige Anmeldung erfolgen können:

„Die Impfungen von 5- bis 11-Jährigen werden vor Ort von einer Kinderärztin vorgenommen. Alle Besucher tragen am 29. Januar auf dem Flughafengelände bitte wetterfeste Kleidung sowie durchgängig einen geeigneten Mund-Nasen-Schutz (FFP2-Masken werden empfohlen). Zu jeder Zeit ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen einzuhalten. Eine Besichtigung des Flugzeugs außerhalb der Impfung ist nicht möglich.“

Des Weiteren informiert die Bundeswehrseite über die bisherige Unterstützung in den zurückliegenden zwei Jahren in Bezug auf die Ereignisse in der Corona-Krise:

„Die Luftwaffe unterstützt seit Pandemiebeginn. Die Luftwaffe hat nach der Abholung deutscher Staatsbürger aus Wuhan im Januar 2020, ihrer anschließenden Unterbringung im rheinland-pfälzischen Germersheim, beim Transport intensivpflichtiger Patienten aus Italien und Frankreich nach Deutschland, im Rahmen der Amtshilfe sowie zuletzt bei den innerdeutschen Patiententransporten der „Operation Kleeblatt“ verschiedenste Aufträge bei der Bekämpfung der Pandemie erfüllt.“

Nutzer der sozialen Medien kritisierten die aufkommenden Kosten einer solchen Aktion, worauf eine unmittelbare Antwort der Bundeswehr erfolgte: „Der Flug erfolgt im Rahmen des regulären Ausbildungs- und Trainingsprogramms des LTG 62. Der Flughafen Kassel erhebt keine Flughafengebühren.“ Auch Generalmajor Carsten Breuer, Leiter des Corona-Krisenstabs im Bundeskanzleramt, beteiligt sich über sein Social-Media-Team an der aktuellen Impfdiskussion:

Die Tagesschau informierte am 15. Januar 2022 über die Situation von Bundeswehrangehörigen in Bezug auf eine eingeforderte Impfpflicht seitens ihres Arbeitgebers. Der Beitrag erläutert, dass das Soldatengesetz über den Paragrafen 17a regelt, „dass der Soldat alles in seinen Kräften Stehende zu tun hat, um seine Gesundheit zu erhalten“, demnach auch „gewisse ärztliche Maßnahmen gegen seinen Willen dulden muss, wenn sie der Verhütung oder Bekämpfung übertragbarer Krankheiten dienen“.

Ungeimpften Bundeswehrsoldaten drohen drastische Konsequenzen

Oberstleutnant Matthias Frank, Sprecher des Kommandos Sanitätsdienst der Bundeswehr, wird laut Tagesschau mit den Worten zitiert: „Die Streitkräfte sind auf Befehl und Gehorsam aufgebaut, auf funktionierende Strukturen. Und insofern ist das ein Befehl für jeden Soldaten und jede Soldatin und diesem Befehl muss er nachkommen.“ 

Wer sich diesem Befehl widersetze, müsse mit Disziplinarmaßnahmen rechnen, so der Oberstleutnant weiter im Tagesschau-Beitrag. Diese würden von Belehrungen über Geldstrafen bis hin zur Entfernung aus dem Dienst reichen. Zudem könne gegebenenfalls ein Disziplinar-Arrest verhängt werden, um „den Soldaten zum Nachdenken über eine Impfung zu bewegen“. Anders als die Zivilgesellschaft habe die Bundeswehr diese Wege, so Oberstleutnant Matthias Frank, Sprecher des Kommandos Sanitätsdienst der Bundeswehr.

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