Die wirtschaftliche Lage in Großbritannien bleibt unsicher. Die Inflation des Landes hat ein 30-Jahres-Hoch erreicht. Gründe hierfür sind Analysten zufolge steigende Energiekosten, Schwierigkeiten in den Lieferketten und ein angespannter Arbeitsmarkt.

Im Dezember hat die Inflation im Vereinigten Königreich eine Jahresrate von 5,4 Prozent erreicht. Das geht aus offiziellen Daten hervor. Der Indikator erreichte den höchsten Stand seit März 1992 und stieg von 5,1 Prozent im November, was bereits ein Jahrzehntehoch war, weiter an.

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Auf Monatsbasis stiegen die Verbraucherpreise um ein halbes Prozent und übertrafen damit die Prognosen der Ökonomen um 0,2 Prozent. Analysten führen den Anstieg auf steigende Energiekosten, eine boomende Nachfrage, Schwierigkeiten in den Lieferketten und Probleme auf dem Arbeitsmarkt zurück.

Die Novemberzahlen führten zu der Entscheidung der Bank of England, den Zinssatz im vergangenen Monat um 15 Basispunkte auf 0,25 Prozent zu erhöhen. Die nächste Sitzung der Aufsichtsbehörde ist für den 3. Februar angesetzt. Paul Craig, Portfoliomanager bei Quilter Investors, erklärte Reuters, dass eine weitere Zinserhöhung möglich sei:

„Der Ausschuss für Geldpolitik wird vor der schwierigen Entscheidung stehen, entweder die Finanzstabilität zu gewährleisten oder den Haushalten bei der Bewältigung der Lebenshaltungskostenkrise zu helfen, die die Finanzen der Haushalte in der schwierigen Winterzeit belasten wird.“

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Craig fügte hinzu, dass nicht nur die Lebenshaltungskosten gestiegen seien, sondern „auch die Kosten für die Arbeit“. Die Lohnerhöhungen würden möglicherweise nicht ausreichen, um die Kosten für die Rückkehr zur Normalität zu decken.

Laut der britischen Statistikbehörde stieg der Verbraucherpreisindex des Landes in den zwölf Monaten bis Dezember 2021 um 4,8 Prozent und erreichte damit den höchsten Stand seit dem Jahr 2008. Am stärksten stiegen die Preise für Wohnen, Haushaltsdienstleistungen und Verkehr.

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