Im Live-Fernsehen kann manches passieren. Korrespondenten müssen sogar bei Berichten zu alltäglichen Themen auf der Hut sein. Das zeigt ein Fernsehbeitrag aus den USA, der im Internet für Aufsehen gesorgt hat. Die Aufnahmen zeigen, wie ein Auto eine Reporterin anfährt.

Am 19. Januar wurde in den USA während einer Live-Übertragung eine Fernsehjournalistin von einem vorbeifahrenden Auto gestreift. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Dunbar im Bundesstaat West Virginia, als die Journalistin Tori Yorgey des lokalen Fernsehsenders WSAZ-TV auf Sendung war. Sie berichtete über eine Panne an der Hauptwasserleitung in der Stadt, als ein Auto sie plötzlich von hinten anfuhr und zu Fall brachte. Yorgey kam trotz der dramatischen Bilder allem Anschein nach ohne ernsthafte gesundheitliche Schäden davon und konnte ihren Bericht zu Ende bringen.

Der Nachrichtensprecher Tim Irr ließ sich durch den Vorfall nicht aus der Fassung bringen. Seine Mimik ließ jedoch erahnen, dass auch ihn der Vorfall verwirrte und besorgte. Die Reporterin beruhigte ihren Kollegen im Studio und die Zuschauer mit den Worten:             

„Oh, mein Gott! Ich bin eben von einem Auto gestreift worden, aber ich bin in Ordnung.“

Dazu ergänzte sie, dass sie auf dem College schon einmal auf ähnliche Weise angefahren worden sei. Im Hintergrund war zu hören, wie sich die Autofahrerin bei Yorgey entschuldigte. Daraufhin antwortete die Journalistin:

„Ma’am, Sie sind so nett, alles ist OK.“

Während Yorgey die Kamera wieder aufstellte, erkundigte sich der Moderator kurz über den Vorfall und fragte, wohin genau das Auto sie erwischt habe. Die Reporterin sagte darauf, sie wisse es nicht mehr:     

„Mein ganzes Leben ist vor meinen Augen vorbeigehuscht.“

Dies könne passieren, erwiderte der Moderator lakonisch. Dann fuhr Yorgey mit ihrem Bericht fort.

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Merkwürdigerweise wurde die Journalistin von dem Auto ausgerechnet in ihrer letzten Arbeitswoche bei dem Sender gestreift. Yorgey hatte am 12. Januar auf Facebook angekündigt, sie werde demnächst in ihren Heimatbundesstaat Pennsylvania ziehen und in Pittsburgh wieder auf Sendung gehen. Ein Twitter-Nutzer fragte sich im Kommentarbereich unter dem Video, was besorgniserregender sei: dass sich der Moderator über den Vorfall so unbeeindruckt zeigte oder dass die Reporterin schon zum wiederholten Mal von einem Auto gestreift wurde.

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