Von Dana Samson

Der weltweit renommierte Gesundheitswissenschaftler und Statistiker John Ioannidis, Professor für Medizin und für Epidemiologie und Bevölkerungsgesundheit an der Stanford University untersuchte die bisher vorhandenen Infektionssterblichkeitsraten (IFR) aus 2020 (Im Folgenden wird der Einfachheit halber nicht von der COVID-19 Infektionssterblichkeitsrate geschrieben, die Daten beziehen sich stets auf COVID-19). Sein Ergebnis: Die IFR waren deutlich niedriger, als bisher gemeldet.

In einer früheren Studie 2020 zeigte er bereits auf, dass die IFR weltweit bei 0,15 Prozent lag, in Europa bei 0,3 bis 0,4 Prozent, in Afrika und Asien bei 0,05 Prozent. Seine neue Studie bezieht sich auf die Daten aus 2020 und gilt somit für Ungeimfte. In der Studie schreiben die Forscher, dass sie sich auf die Ergebnisse von 2020 konzentrieren würden, da die IFR im Jahr 2021 durch die breite Implementierung von Impfungen, die das Todesrisiko erheblich senken könne, und durch andere Veränderungen (neue Varianten und bessere Behandlung) hätte beeinflusst werden können. Die Untersuchung bezieht sich auf den Zeitpunkt, in dem Einschränkungen besonders durch die vermeintlich hohen IFR gerechtfertigt wurden.

In seiner neuen Studie schlüsselt Prof. Ioannidis die Sterblichkeitsraten bei Infektionen nach Alter auf.

In Seroprävalenzerhebungen wird der Anteil der Bevölkerung bestimmt, der neben der Zahl der offiziell bestätigten Fälle tatsächlich mit SARS-CoV-2 infiziert wurde. 25 solcher Seroprävalenzerhebungen aus 14 Ländern untersuchten Prof. Ioannidis und seine Kollegen für die neue Studie. Wichtig für die Auswahl der Seroprävalenzerhebungen sei gewesen, dass sie mindestens 1000 Teilnehmer im Alter von über 70 Jahren hatten, ein Bild der allgemeinen Bevölkerung widerspiegeln und an einem Ort durchgeführt wurden, bei dem offizielle Daten über die kumultativen Todesfälle von COVID-19 bei älteren bekannt sind.

Die Ergebnisse zeigen, dass über 70-Jährige, die nicht in Pflegeheimen leben, eine IFR von 2,9 Prozent haben, über 70-Jährige in Pflegeheimen haben eine IFR von 4,9 Prozent. Das bedeutet, dass selbst bei den älteren Menschen über 95 Prozent der an Corona erkrankten überleben. Die Zahl steigt auf 97,1 Prozent, sofern diejenigen berücksichtigt werden, welche nicht in Pflegeheimen leben. Bei jüngeren erhöht sich die Zahl immens.

Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 19 Jahren haben eine IFR von 0,0013 Prozent, 20- bis 29-Jährige von 0,0088 Prozent, 30- bis 39-Jährige von 0,021 Prozent. Je älter die Menschen werden, desto mehr steigt die IFR, bei 60- bis 69-Jährigen liegt sie bei 0,65 Prozent. Folgende Grafik gibt Ausschluss über die Infektionssterblichkeitsraten in den Altersgruppen:

Für die Jüngsten lässt sich somit eine Überlebensrate von 99,9987 Prozent feststellen. 20- bis 29-Jährige haben eine Überlebensrate von 99,9912 Prozent, sogar bei den 50- bis 59-Jährigen liegt sie bei 99,86 Prozent. Die Daten beziehen Menschen mit Vorerkrankungen ein.

Die Autoren der Studie schließen aus den Informationen, dass die IFR sehr viel geringer ist als zuvor gemeldete Daten.

Einige kritische Seelen wissen schon seit 2020, dass die Mortalitätsrate von Corona so gering ist, dass es eigentlich keine Rechtfertigung für die Grundrechtseinschränkungen gibt. Selbst, wenn man von den Zahlen des RKI ausgeht, sind 2020 30.136 Menschen an Corona gestorben, das wären 0,4 Prozent der Erkrankten. In Deutschland liegen wir damit über dem weltweiten Durchschnitt von 0,15 Prozent und in dem europäischen Durchschnitt von 0,4 Prozent.

Die von Ioannidis festgestellte niedrige Mortalitätsrate, besonders bei den jüngeren Altersgruppen, bietet keine Grundlage, ihnen die Klassenfahrt oder das Essen in der Mensa auf Grund einer 2G-Regel zu verbieten. Bereits 2020 war die Mortalitätsrate ohne Impfung niedrig. Wäre die IFR vor den Impfkampagnen hoch gewesen, könnte man eine Sinnhaftigkeit der Impfung zumindest in diesem Aspekt schlüssig argumentieren. Offensichtlich ist die Sterberate allerdings schon vor den Impfungen nicht hoch gewesen, besonders bei den Jüngeren. Die Schlussfolgerung, dass die Impfung einen immensen Nutzen hat, ist an der Stelle massiv in Zweifel zu ziehen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die verstorbenen Fälle nicht untersucht werden und nicht eindeutig festgestellt werden kann, ob sie mit oder an Corona verstorben sind. Im Nachhinein können diese Untersuchungen nicht mehr erfolgen. Es kann nur spekuliert werden, dass die IFR noch weiter sinken würde, würden die Verstorbenen als tatsächliche Corona-Tote oder keine Corona-Toten identifiziert werden.

Wird dann noch berücksichtigt, dass Omikron einen milderen Verlauf, 91 Prozent weniger Todesfälle als Delta, hat und diese Variante genutzt werden könnte, wieder zum normalen Leben zurückzukommen, wird der Kurs in Richtung Impfpflicht immer absurder.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Dana Samson studiert an einer deutschen Universität und schreibt hier unter Pseudonym.

Bild: Shutterstock
Text: ds

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