Chinas Regierungschef Li Keqiang und Bundeskanzler Olaf Scholz besprachen am Montag bei einem Telefonat eine Reihe internationaler Themen und äußerten sich positiv zur Möglichkeit, die Beziehungen zwischen beiden Staaten weiterzuentwickeln.

Der chinesische Außenminister Li Keqiang hat am Montag in einem Telefonat mit Bundeskanzler Olaf Scholz den Willen Chinas bekräftigt, die Beziehungen mit Deutschland weiterzuentwickeln, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Peking sei bereit, zusammen mit Berlin eine stetige und langfristige Entwicklung der bilateralen Beziehungen anzustreben.

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Chinas Regierungschef gratulierte Scholz erneut zu seinem Amtsantritt und betonte, dass sowohl China als auch Deutschland zwei große, bedeutende Volkswirtschaften und Staaten mit Verantwortung seien. Beide seien Unterstützer des Multilateralismus und des freien Handels. Ihre Zusammenarbeit nutze beiden Staaten und sei darüber hinaus auch im Interesse Europas und der ganzen Welt.

Li erklärte, dass China den 50. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und der Volksrepublik nutzen wolle, um das gegenseitige politische Vertrauen zu vertiefen, den Dialog und den Austausch zu fördern und die gegenseitige Öffnung der Volkswirtschaften weiter zu betreiben, um gegenseitig vorteilhafte Ergebnisse zu erreichen. Von der praktischen Zusammenarbeit zwischen beiden Staaten, die sich stetig vergrößere, habe die Bevölkerung in Deutschland und in China profitiert.

Chinas Regierungschef äußerte seine Hoffnung, dass beide Seiten ihr Kooperationspotenzial insbesondere in den Gebieten der technisch fortgeschrittenen Produktion, der Dienstleistungen, der Digitalen Ökonomie und des Klimawandels ausnutzen. Die hohe Anzahl der deutschen Firmen in China und chinesischen Firmen in Deutschland ins Gedächtnis rufend, erklärte Li, dass beide Regierungen der Schaffung eines fairen Geschäftsumfeldes für diese Unternehmen verpflichtet bleiben müssten. Li äußerte seine Hoffnung, dass Deutschland gegenüber chinesischen Firmen eine offenere Einstellung einnimmt.

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China sei zudem auf der Grundlage einer effektiven Pandemiebekämpfung- und kontrolle bereit, mit Deutschland zusammen die schnelle Bewegung von Unternehmensmitarbeitern zwischen beiden Staaten zu ermöglichen. Deutschland sei ein wichtiges Mitglied der Europäischen Union. Peking hoffe, dass Deutschland weiterhin innerhalb der EU eine positive Rolle bei der Förderung der Beziehungen und der Zusammenarbeit zwischen China und der EU spielen wird.

Scholz bekräftigte seinerseits, dass Berlin die Beziehungen mit China sehr schätze und sich an die Ein-China-Politik halte. Auch die Bundesrepublik wolle den 50. Jahrestag der diplomatischen Beziehungen nutzen, um die Beziehungen weiterzuentwickeln. Berlin sei der Förderung der gesunden Entwicklung der Beziehungen zwischen der EU und China verpflichtet. Scholz hoffe, dass das Investitionsabkommen zwischen China und der EU möglichst frühzeitig in Kraft treten kann.

Das Presseamt der Bundesregierung teilte zudem mit, dass sich beide Seiten über verschiedene Themen austauschten wie die COVID-19-Pandemie, die Zusammenarbeit zu Umwelt- und Klimaschutz sowie weitere internationale Themen.

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