Nach dem Bundestag haben die neuen Quarantäneregelungen für Deutschland nun auch den Bundesrat passiert und können in Kürze in Kraft treten. Unter anderem ist vorgesehen, dass Kontaktpersonen mit einer Drittimpfung nicht mehr in Quarantäne müssen.

Die neuen Corona-Quarantäneregeln können in Kraft treten. Nach dem Bundestag hat nun auch der Bundesrat der Verordnung zugestimmt, die dafür einen rechtlichen Rahmen schafft. Den neuen Regeln zufolge müssen positiv Getestete und deren Kontaktpersonen nur noch zehn Tage in Isolation oder Quarantäne. Bisher waren 14 Tage üblich. Nach sieben Tagen besteht die Möglichkeit, sich freizutesten.

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Kontaktpersonen, die bereits eine Drittimpfung erhalten haben oder innerhalb der vergangenen drei Monate geimpft oder genesen sind, müssen nicht mehr in Quarantäne. Durch die kürzeren Quarantänezeiten soll sichergestellt werden, dass auch bei steigenden Inzidenzen wichtige Versorgungsbereiche nicht zusammenbrechen.

Vor der Abstimmung des Bundesrates sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), er sehe ein Ende der Pandemie kommen. Man müsse die Gelegenheit nutzen. Nicht jedes Land sei dazu in der Lage, in Deutschland sei man „privilegiert“. Lauterbach appellierte auch dazu, sich impfen oder boostern zu lassen:

„Wenn wir alle für uns in Anspruch nähmen, dass wir es nicht nötig haben oder besser wissen oder nicht mitmachen wollen oder ein anderes Staatsverständnis haben, dann würden wir im Chaos enden.“

Daher sei er auch für eine allgemeine Impfpflicht, so Lauterbach.

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